Wahlen in Solothurn
«Der Erfolg tut gut nach den Kantonsratswahlen»: Ein Sieg für die FDP und Schönenwerd

Peter Hodel schaffte den Einzug in den Solothurner Regierungsrat. Mit Sandra Kolly. Mit Sandra Kolly hat es im Solothurner Regierungsrat erstmals eine Frauenmehrheit.

Urs Helbling
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Die beiden gestern gewählten Regierungsräte Sandra Kolly (CVP) und Peter Hodel (FDP).

Die beiden gestern gewählten Regierungsräte Sandra Kolly (CVP) und Peter Hodel (FDP).

Bild: Keystone

Der Meisterlandwirt gewann gegen den Anwalt. Der Gemeindepräsident von Schönenwerd gegen den Gemeindepräsidenten von Lostorf: Peter Hodel (53, FDP) gelang es gestern im zweiten Wahlgang der Solothurner Regierungsratswahlen, das Blatt zu wenden. Im ersten Wahlgang hatte er noch 286 Stimmen hinter Thomas A. Müller (56, CVP) gelegen. Gestern distanzierte er ihn um 1285 Stimmen (bei einer tieferen Stimmbeteiligung von 34,9 Prozent).

FDP wetzt Scharte von 2017 aus

Die Wahl in den Regierungsrat ist ein grosser Sieg für den langjährigen Kantonsrat und FDP-Fraktionspräsidenten Peter Hodel. Sie ist auch ein grosser Sieg für Schönenwerd, das vier Jahre nach dem Rücktritt von Esther Gassler bereits wieder im Regierungsrat vertreten ist. Und sie ist ein grosser Sieg für die Freisinnigen, denen es gelang, den zweiten Sitz in der Regierung zurückzuerobern – auf Kosten der CVP. Die FDP hatte ihren zweiten Regierungssitz 2017 nach 65 Jahren in der Stichwahl an die Grünen verloren. «Der Erfolg tut gut nach den Kantonsratswahlen, wo wir zwar Sitze verloren haben, aber als grösste politische Kraft bestätigt wurden», erklärte FDP-Kantonalparteipräsident Stefan Nünlist.

Zweitstärkste Partei ist im Kanton Solothurn die SVP, die weiterhin nicht im Regierungsrat vertreten ist. Ihr Kandidat Richard Aschberger landete gestern abgeschlagen auf dem vierten Platz.

Erstmals eine Frauenmehrheit

Im ersten Wahlgang sind die drei Bisherigen Susanne Schaffner (SP), Brigit Wyss (Grüne) und Remo Ankli (FDP) gewählt worden. Eine klare Sache war gestern die Wahl von Sandra Kolly (CVP, Neuendorf), die am 7. März das absolute Mehr nur knapp verpasst hatte. Mit der 50-Jährigen hat es im Solothurner Regierungsrat drei Frauen – also erstmals eine Frauenmehrheit.