Die Ausstellung «Naturmodule» ist im Park des Kantonsspitals Aarau mit einem Fest eröffnet worden. Der Unternehmerverband der Gärtner «Jardin Suisse Aargau» hat zusammen mit dem Kanton Aargau so genannte Naturmodule für Gartenbesitzerinnen und -besitzer entwickelt. Das Ziel ist, wertvollen Lebensraum für einheimische Tiere und Pflanzen im Siedlungsraum zu schaffen. Die Naturvielfalt im Spitalpark sei von grosser

Bedeutung und habe eine positive Wirkung, sowohl auf die Patienten als auch auf die Mitarbeitenden, sagte Robert Rhiner, CEO des Kantonsspitals. «Deshalb haben wir beschlossen, uns am Projekt Naturmodule zu beteiligen und unseren Park für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen.»

Auch Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau, betonte den «unschätzbaren Wert von Grünflächen gerade im urbanen, dicht besiedelten Raum». Der Mensch verfüge über immer weniger Freizeit und Freiräume, Züge und Strassen seien verstopft, die Bevölkerungsdichte nehme zu. «Deshalb werden solche grüne Oasen der Entspannung und Erholung ’vor der Haustür’ besonders wichtig – nicht nur im Garten des Einfamilienhauses, sondern auch mitten in der Stadt», sagte Attiger. In erster Linie gehe es aber darum, mit den Naturmodulen einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten und wertvollen Lebensraum für einheimische Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. «Ihnen setzt die wachsende Zersiedelung und Verdichtung besonders zu.» Das Spezielle an den Naturmodulen sei, dass sie Ökologie mit Ästhetik verbinden und jedem einzelnen von uns die Möglichkeit bieten, auch auf kleinem Raum einen Beitrag zur Naturvielfalt im Siedlungsraum zu leisten: «Wir können die Artenvielfalt im eigenen Garten oder sogar auf dem eigenen Balkon fördern. So erzielen wir mit wenig Aufwand eine grosse Wirkung», erläuterte Stephan Attiger.

«Die Natur ist die Grundlage des Gärtners, ohne Natur hat der Gärtner keine Arbeit», sagte Manuel Eichenberger, Präsident von Jardin Suisse Aargau, und betonte: «Die Förderung der Naturvielfalt ist ein wichtiges Anliegen unseres Verbandes.» Eichenberger unterstrich auch den ästhetischen Aspekt: «Der Gärtner will schön gestalten, und die Naturmodule sind auch etwas fürs Auge – die farbenprächtigen Schmetterlingsbeete, die kunstvollen Wildbienen Wohntürme, die skulpturenartigen Vogelnistkästen, die natürlichen Igelnester, die Blumenwiesenstreifen oder die Wildkräuterbeete.» (az)