Aarau
Regenschirme und Rüebli in allen Farben in der Innenstadt

Marktfahrer aus Müntschemier und Bäuerinnen aus dem Emmental finden den Aarauer Rüeblimärt wunderbar – auch bei Regen. Der Aarauer Markt kann sogar dem Berner Zibelemärt Konkurrenz machen.

Hubert Keller
Drucken
Rüeblimärt Aarau
15 Bilder
Ernst Lässer aus Bottenwil verkauft die Rüebli hampfeleweise.
Dass es Rüebli in so vielen Farben und Sorten gibt, überrascht die Besucherinnen und Besucher, die zum ersten Mal am Rüeblimärt sind, allemal.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.
Der Aarauer Rüeblimärt ist auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert.

Rüeblimärt Aarau

EMANUEL PER FREUDIGER

«Schlimmer wären Minus-Temperaturen», sagt Ernst Lässer aus Bottenwil. Der Regen kümmert ihn wenig. Der schadet den Rüebli nicht, Kälte hingegen schon. Der Regen konnte auch Georg Baumer nichts anhaben. Er war mit dem Velo an den Rüeblimärt gekommen, von Suhr, und hatte sich entsprechend eingepackt. Dass er pensioniert werden musste, um endlich den Rüeblimärt besuchen zu können, genierte ihn fast ein wenig. Doch jetzt ist er beeindruckt, wie gepflegt all die Stände hergerichtet sind.

Ebenfalls zum ersten Mal am Rüeblimärt war gestern ein anderer Suhrer, Marc Viatte: «Ich habe am ersten Mittwoch im November, dem Rüeblimärt-Tag, immer gearbeitet.» Dass es aber ausgerechnet an seinem ersten Marktbesuch derart regnete, das hätte nicht sein müssen.

Nicht nur Rüebli, auch Brot und Zöpfe wurden feilgehalten, sogar Nierenwärmer aus Schafschurwolle und Fair-Trade-Pulli, Raclette, Birnenbrot, Trockenfleisch und Kräuterkäse aus dem Glarnerland, Brezel, Chnoblibrot und Glühwein – und beim Schlossplatz Zwiebelzöpfe. Ob er, der Zibelebauer, sich nicht fremd vorkomme, hier am Rüeblimärt?

Hans Ballmer aus Müntschemier im Berner Seeland ist um eine Antwort nicht verlegen: «Ihr Aargauer esst auch nicht von Neujahr bis Weihnachten nur Rüebli.» Abwechslung muss sein, auch am Rüeblimärt. Genau zu diesem Zweck hatten ihn die Aarauer vor 20 Jahren eingeladen. Seither hat Ballmer an keinem gefehlt. Er wird auch nächstes Jahr wieder dabei sein. Den Aarauern solls recht sein, schliesslich haben sie den Bernern die Marktidee abgeguckt.

Zibelemärit ist nicht besser

Das berühmte Berner Pendant, den Zibelemärit, kennt Hannelore Schlecht aus Bülach bestens. Sie habe nämlich jahrelang in Bern gearbeitet, erzählt sie. Nun habe sie sich vergewissern wollen, ob auch der Rüeblimärt seinem Ruf gerecht wird. Sie wurde nicht enttäuscht. «Rüebli in allen Farben, ich habe gar nicht gewusst, dass es so viele Sorten gibt», schwärmte sie.

Der Ausflug der Waldhof-Landwirtschaftsschule Langenthal hatte auch die beiden Bäuerinnen Vreni Iff und Romi Grossenbacher aus dem Emmental nach Aarau geführt. Wo denn die Chüttiger Rüebli herkämen und was es mit diesen auf sich habe, wollten sie wissen, bevor auch sie ins Schwärmen gerieten. Vielleicht schlossen sie sich einer «Schnupperführung» von aarau info an und wissen nun bestens Bescheid.

Marc Viatte, der Naturheilarzt, vermisste zwar, dass die Rüebli und anderen Gemüse kaum als Bio-Produkte deklariert wären. Immerhin waren sie vorwiegend heimischer Herkunft, so auch die Kirschentöpfli vom Erlenhof in Wittnau, die Mirjam Maurer am Jurapark-Stand anpries: In Kirsch eingelegt seien die Früchte, aufgewärmt passten sie ausgezeichnet zu Vanilleglace oder Meringue. Der Kirsch, meinte sie noch, schmecke aber auch ohne Früchte ganz ausgezeichnet.

Aktuelle Nachrichten