«Eine gute Ausgabendisziplin und Einnahmen, die sich über den Erwartungen bewegen, haben in Kölliken zu einem Rechnungsabschluss geführt, welcher über den Erwartungen liegt», schreibt der Gemeinderat. Bei einem Gesamtumsatz von 17,5 Millionen Franken wurde aus der budgetierten Null für das Jahr 2015 ein Gewinn von 581 330 Franken. Einen Wermutstropfen im Freudenbecher gibt es dennoch: Trotz dieses Gewinns konnten erstmals seit zehn Jahren die Investitionen nicht vollständig selbstfinanziert werden. Das Nettovermögen reduziert sich um rund 864 000 Franken.

Ausgabenseitig liege der effektive betriebliche Aufwand um 0,5 Prozent unter dem Budget und zeuge von einer guten Budgettreue. Bei den Einnahmen aus dem betrieblichen Ertrag ergeben sich Mehreinnahmen von rund 415 000 Franken oder 2,9 Prozent. Dazu kommen ausserordentliche Erträge aus einem Landverkauf sowie eine positive Bewertungskorrektur beim Aktienkapital der EWK Energie AG von total 53 000 Franken.

Die Aktiensteuern liegen um 441 000 Franken über Budget und überschreiten erstmals die Grenze von einer Million. Verantwortlich dafür sind hauptsächlich die Betriebe, die als Auftragnehmer der Sondermülldeponie tätig sind. Die Erträge aus den Einkommens- und Vermögenssteuern fallen dafür, erstmals nach Jahren mit einem jährlichen Wachstum, gegenüber dem Jahr 2014 um rund 277 000 Franken tiefer aus. Dies vor allem infolge einer Tarifreduktion durch die Steuergesetzrevision des Kantons Aargau.

Offene Steuerforderungen

Die offenen Steuerforderungen (mit Kantons- und Kirchensteuern) betragen laut Mitteilung rund drei Millionen Franken. Der Anteil Gemeindesteuern beziffert sich auf 1,46 Millionen Franken bzw. 18,99 Prozent des Steuerertrags. «Rund 104 000 Franken Gemeindesteuern mussten aufgrund erfolgloser Betreibungen abgeschrieben werden», schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung.(bkr)