Der Rechnungsabschluss 2018 weist zwar einen Ertragsüberschuss auf und ist sogar besser als budgetiert. Und doch heisst es in den Bibersteiner Gemeindenachrichten: «Dieser Ertragsüberschuss ist allerdings nicht so gross, wie man es sich aus den Vorjahren schon fast gewohnt ist.»

Konkret: Budgetiert gewesen war ein Plus von rund 89 000 Franken. Der Ertragsüberschuss beträgt nun 163 500 Franken und liegt somit um fast 75 000 Franken über Budget. Dass es nicht noch deutlich mehr ist, liegt unter anderem daran, dass die Gemeinde Aktiensteuern aus den Vorjahren zurückzahlen musste (AZ vom 19. 2.).

Statt den budgetierten 80 000 Franken entstand sogar ein Minus von gut 42 000 Franken. Auch bei den Einkommens- und Vermögenssteuern gab es einen Minderertrag von 238 000 Franken. So blieb der Gesamtsteuerertrag «zum ersten Mal seit Jahren» unter den Erwartungen, hiess es im Februar.

In der aktuellen Mitteilung zum Rechnungsabschluss schreibt die Gemeinde, die Verwaltungsbereiche hätten gut gearbeitet. «Verschiedene Anschaffungen wurden nicht getätigt und in den einzelnen Bereichen wurde kostenbewusst gearbeitet.» Auch 2018 hätten nicht beeinflussbare Kosten wie Schulgelder an Sonderschulen, Pflegefinanzierung oder materielle Hilfe grosse Abweichungen zum Budget verursacht.

Im 2018 waren ausserordentliche Abschreibungen in der Höhe von rund 288 000 Franken angefallen. «Diese resultieren aus Anlagen, welche nicht mehr werthaltig sind oder aus Investitionen, die in der Erfolgsrechnung verbucht werden müssen», heisst es in der Gemeindemitteilung. Betroffen sind etwa der sanierte Kugelfang oder der Fussweg Burzstrasse-Kirchbergstrasse sowie Restbuchwerte aus Sanierungen.

Wie zu Beginn einer Amtsperiode vorgeschrieben, mussten die Liegenschaften im Finanzvermögen neu bewertet werden. Für die Liegenschaft Dorfstrasse 21 ergibt sich eine Aufwertung von 44 200 Franken. (NRO)