Aarau

Razzia in China-Restaurant «Scent of Bamboo» am Aarauer Bahnhof

Feines Essen, illegale Machenschaften? Das «Scent of Bamboo» am Aarauer Bahnhof.

Feines Essen, illegale Machenschaften? Das «Scent of Bamboo» am Aarauer Bahnhof.

Statt Gäste trampelten mehrere Polizisten ins China-Restaurant «Scent of Bamboo» in Aarau – Grossrazzia! Angestellte sollen hier jahrelang illegal gearbeitet haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Am vergangenen Dienstag betraten mehrere Aargauer Kantonspolizisten das Restaurant «Scent of Bamboo» am Aarauer Bahnhof. Das Restaurant gehört zur asiatischen Restaurant-Kette «Suan Long», die schweizweit elf Restaurants betreibt.

Die Polizisten kontrollierten Papiere der Angestellten. Der Verdacht ist happig: illegaler Aufenthalt, illegale Erwerbstätigkeit und Urkundenfälschung. Das berichtete die «SonntagsZeitung».

Es war ein Teil einer Grossrazzia in insgesamt neun Kantonen. So führten schweizweit hunderte Polizisten insgesamt 349 Personenkontrollen durch und verhafteten 57 Personen. Das teilte das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement mit.

Der Fall mit offensichtlich nationaler Ausstrahlungskraft stammt ursprünglich aus dem Welschland und führt bis in den Aargau: In der Region wurden laut «SonntagsZeitung» neun Betriebe, 35 Personen kontrolliert, wovon zwei verhaftet wurden. Diese Zahlen bestätigt die Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Aargauer Zeitung.

Laut «SonntagsZeitung» wird auch das Aarauer Restaurant «Scent of Bamboo» verdächtigt, Angestellte aus der chinesischen Provinz Fu Jian ohne Bewilligung beschäftigt zu haben. Ausserdem sollen Dokumente für Angestellte gefälscht worden sein.

«Den Angestellten wird gesagt, sie sollen einfach arbeiten, die Papiere würden für sie in Ordnung gebracht. Und zwei Jahre später haben sie noch immer keine Bewilligung», erzählte eine Branchenkennerin.

Von der Restaurant-Kette wollte auf Anfrage der Aargauer Zeitung niemand Stellung beziehen. Fakt ist: Die Kette sucht derzeit einen neuen Geschäftsführer. Warum, will niemand sagen. Ob es dem bisherigen Geschäftsführer zu heiss wurde?

Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung. (sha)

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