Alstom
RAV ist auf Ansturm der Alstom-Mitarbeiter vorbereitet

Mitarbeiter von Alstom wollen erst durch die Medien vom Kahlschalg erfahren haben. Der Konzern selbst will davon nichts wissen.

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Der geplante Stellenabbau beim franzsösischen Industriekonzern Alstom sorgt in der Schweiz und vor allem im Aargau für rote Köpfe.Nun versucht Alstom Schweiz im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone die Situation zu entschärfen. Dabei will Alstom-Personal Walter Hiltbrunner den Abbau von 750 Mitarbeitern in der Schweiz nicht bestätigen. «Wie viele Stellen gestrichen werden, ist Verhandlungssache. Diese beginnen im Oktober.»

Zudem will Hiltbrunner nichts davon wissen, dass der Entscheid über den Stellenabbau aus Paris aus gefällt wurde (siehe Video). Allerdings wisse der Konzern seit zwei Wochen über die geplanten Massnahmen.

Laut Alstom wurden Mitarbeiter informiert

Darüber hinaus dementiert Hiltbrunner, dass die Alstom-Mitarbeiter über die Medien vom Kahlschlag informiert wurden. «Wir haben gestern informiert - über unser Intranet. Heute Nachmittag wird es eine Personalinformation geben. Zudem werden wir den Mitarbeitern eine interne, schriftliche Mitteilung zukommen lassen.» Deshalb könne laut Hiltbrunner keine Rede davon sein, dass die Alstom-Angestellten vom Kahlschlag über die Medien erfahren haben.

Derweil bedauert die Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) in Aarau den Entscheid. «Für den Wirtschaftsstandort Aargau ist es ein klarer Einbruch», sagt Raphael Weisz - stellvertretender Leiter Sektion Arbeitsmarktliche Integration Departement Volkswirtschaft und Inneres, Amt für Wirtschaft und Arbeit Rain. Jedoch ist sich Weisz sicher: «Sollte die Alstom tatsächlich 750 Stellen abbauen wollen, dann könnte das RAV dies verkraften». Ausserdem bestätigt das RAV, dass der Kontakt mit Alstom hergestellt sei.