Suhr
Rauch, Katzen und junge Feuerwehrmänner am Suhrer Musikkonzert

Die Musikgesellschaft Suhr hat am Jahreskonzert ein Feuerwerk an Überraschungen präsentiert. Dazu gehörten Feuerwehrmänner und Musikanten in Katzenmasken.

Markus Christen
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Simon Sacher als lustiger Dorfschmied zeigte dem Publikum in der Bärenmatte wie ein Hammer klingt
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Im «Blues for a Killed Cat» übernahm die Posaune die Hauptrolle
Jahreskonzert Musikgesellschaft Suhr («Suhrer Musig»)
Köbi Furrer und Walter Schär als Solo-Posaunisten machten aus dem Blues for a killed Cat eine amüsante Vorstellung

Simon Sacher als lustiger Dorfschmied zeigte dem Publikum in der Bärenmatte wie ein Hammer klingt

Markus Christen

Nomen est omen. Als die Musikgesellschaft Suhr die Polka «Feuerfest» anklingen liess, stieg zischend dichter Rauch auf und vernebelte die Bühne. Kaum hatten die Musikanten ihr Spiel nach wenigen Takten wieder eingestellt, erklang von weitem ein Einsatzhorn. Und ehe man sich versah, hatte die Jugendfeuerwehr von Suhr die Lage unter Kontrolle.

Der spektakuläre Einsatz beim Jahreskonzert der Suhrer Musig gehörte zu einer von vielen Überraschungen, die dem Publikum im Zentrum Bärenmatte unter dem Motto «Suhr...prise» präsentiert wurden. Dazu zählen darf man auch das Glitzerjackett von Moderator und Trompeter Marco Russo, der einen blendenden Eindruck hinterliess und mit herzlichem Charme durch den Abend führte.

Komik des gemütlichen Trotts

Die Musikgesellschaft unter der Leitung von Robert Rüegsegger bewies von der ersten bis zur letzten Konzertminute, dass ein Musikabend von seiner ansteckenden Stimmung lebt. Für diese sorgten auch Köbi Furrer und Walter Schär, die im «Blues for a Killed Cat» ihr theatralisches Talent bewiesen und der bemitleidenswerten Katze aus dem Stück mit ihrem trotzig-stolzen Posaunenspiel Leben einhauchten, bevor sie dieses am Ende titelgerecht lassen musste.

Nicht nur der Unterhaltungswert war hoch an diesem kurzweiligen Konzertabend, auch musikalisch überzeugten die Suhrer Musikerinnen und Musiker. Die Register harmonierten stimmig, der Klangausgleich innerhalb der Register wirkte öfters beeindruckend. Als musikalischer Höhepunkt entpuppte sich die Komposition «Der alte Brummbär» von Julius Fucik, in der Sigrid Kilchsperger am Fagott als Brummbärin mit viel Komik den gemütlichen Trott zelebrierte und sich von den Temposteigerungen des Korps nicht aus der Ruhe bringen liess.

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