FC Aarau

Randalierenden Aarau-Fans droht nationales Stadionverbot

Leo Locher, Sicherheitschef des FC Aarau, Fans

Leo Locher, Sicherheitschef des FC Aarau, Fans

Nach dem Auswärtsspiel des FC Aarau in Wil kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fan-Gruppen. Die Verantwortlichen des FCA haben nun eine interne Untersuchung eingeleitet, wie Leo Locher, Sicherheitschef des FC Aarau, bestätigt.

Den Anhängern des FC Aarau, die am Samstag nach der Niederlage gegen den FC Wil in Scharmützel involviert waren, droht ein nationales Stadionverbot. Das sagt Leo Locher, Sicherheitschef des FC Aarau. «Wir sind von uns aus aktiv geworden, haben eine interne Untersuchung gestartet und bereits mehrere Fans vorgeladen», erklärt Locher. Bei den Ausschreitungen in einer Wiler Gartenbeiz wurden zwei Polizisten verletzt.

«Derzeit versuchen wir, die Vorgänge vor der Gartenbeiz zu rekonstruieren. Wenn wir Beteiligte eindeutig identifizieren können, sorgen wir dafür, dass sie ein Stadionverbot kriegen. Und zwar nicht nur für unser Stadion Brügglifeld, sondern für alle Schweizer Stadien. Ausserdem werden wir Anzeige wegen Landfriedensbruch erstatten», sagt Locher.

Vorbereitungen auf Hochrisikospiel

Die Fanarbeit laufe derzeit auf Hochtouren, sagt Locher. «Wir bereiten uns zusammen mit den Fans auf das Cupspiel gegen den FC Zürich vom 15. Oktober vor. Das wird ein Hochrisikospiel. Unser Vorteil gegenüber Grossvereinen wie dem FC Zürich oder dem FC Basel ist, dass wir unsere Fans persönlich kennen. Wir kennen ihre Gesichter und ihre Namen.» Die Fans will Locher nun in die Pflicht nehmen.

Vermummen sind Problem für Videoüberwachung

Seit 20 Jahren sei er im Geschäft, sagt Locher. Der Verband müsse jetzt endlich aktiv zu werden, es genüge nicht, Diskussionsrunden zu organisieren. «Problematisch ist, dass es diverse Möglichkeiten gibt, die Videoüberwachung in den Stadien zu hintergehen. Man kann sich vermummen oder Fahnen vor die Kameras halten. Das muss in Zukunft verhindert werden.»

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