Lieber ein kurzfristiges Happening in Form einer Prügelei an einem heissen Sommernachmittag oder Matchbesuche in drei Jahren im neuen Stadion? Liebe sogenannte Fans, die Zukunft des FC Aarau hängt auch von Eurem Verhalten ab! Mit Blick auf die Volksabstimmung über das Stadion- und Hochhausprojekt im Aarauer Torfeld Süd kündigt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Gegnern und Befürwortern ein. Was sind die Argumente der Stadion-Gegner?

1. Ein FC Aarau, der dem Amateur-Fussball näher ist als der Super League, der braucht kein neues Stadion.

2. Randalierende FCA-Fans mit einem neuen Stadion beschenken? Sicher nicht!

Einfache Argumente, die natürlich der Tragweite des Gesamtprojekts nicht gerecht werden, die jedoch beim einfachen Bürger ziehen. Zwei Vorkommnisse in diesem Jahr sind Wasser auf die Mühlen der Polemiker:

Im Mai wirft in Rapperswil-Jona ein Vermummter aus dem Aarauer Fanpulk eine Knallpetarde auf Polizisten – zwei Einsatzkräfte werden verletzt. Später brennen im Gästeblock zahlreiche Pyrofackeln.

FC-Aarau-Fans zünden im Auswärtsspiel gegen Rapperswil-Jona Petarden.

FC-Aarau-Fans zünden im Auswärtsspiel gegen Rapperswil-Jona Petarden.

Am vergangenen Samstag, auf dem Weg zum Cupspiel in Amriswil, liefern sich Aarauer eine Auseinandersetzung mit vermummten St. Gallen-Fans. Am Bahnhof Kesswil, der nicht auf dem direkten Zugverbindung von Aarau nach Amriswil liegt. Der Verdacht, die seit jeher verfeindeten Fanlager hätten sich zum Schlagabtausch verabredet, liegt nah. Verletzt wird dieses Mal niemand. Ein schwacher Trost. Denn die Negativ-Schlagzeilen sind auch so programmiert, der eh schon zweifelhafte Ruf der Hardcore-Fans sinkt weiter.

Klar, es sind nie alle von Euch die Idioten, sondern eine Minderheit. Dennoch, liebe Hardcore-Fans des FC Aarau: Wenn Ihr weiter randaliert, prügelt und zündelt, schiesst Ihr Euch ins eigene Bein! Zu den Stadion-Gegnern gehört dann auch Ihr!