Gränichen
Rabenbrau-Chef Fritz Züger plant eine Gasthausbrauerei

«Rabenbrau»-Inhaber Fritz Züger hat grosse Pläne. Eine neu gegründete Interessengemeinschaft diskutiert inzwischen das Projekt einer gemütlichen Gasthausbrauerei.

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RabenBrau-Betreiber Fritz Züger.

RabenBrau-Betreiber Fritz Züger.

Fritz Züger, der Inhaber der Gränicher «Rabenbrau», verfolgt die Idee einer Gasthausbrauerei. In seiner Brauerei in der alten Bläienkäserei traf sich die neu gebildete Interessengemeinschaft zu einer ersten Informationsveranstaltung.

Züger hat klare Vorstellungen zu seiner innovativen Idee: «Ich will mit einer Gasthausbrauerei altes Handwerk als Erlebnis präsentieren.» Im Zentrum soll eine Gaststube mit integriertem Brauhaus stehen. Damit würde der seit zwölf Jahren bestehende Rabenbrau-Betrieb ergänzt.

IG mit bereits 30 Mitgliedern

In den vergangenen Monaten gründete Züger mit dieser Zielsetzung eine Interessengemeinschaft (IG), die bereits mehr als 30 Mitglieder zählt. In der ehemaligen Käserei Bläien fanden sich nun 21 Bierliebhaber zur ersten Informationsveranstaltung ein. Fritz Züger blickte dabei in die Entstehungsgeschichte des ersten Wynentaler Bieres zurück. Die Kapazität der Kleinbrauerei liegt bei 15 000 Litern pro Jahr. Der Betrieb funktioniert dank viel Herzblut von Züger und seinem Co-Betreiber Marco Stöckli.

Überschaubare Investition

Eine Gasthausbrauerei mit eigener Braustube wäre die ideale Ergänzung. «Dies lässt sich mit einer überschaubaren Investition realisieren», ist Züger überzeugt. Ihm schwebt vor, nebst Bier auch Brot vor Ort selber herzustellen. «Wir wollen in einer gemütlichen Gaststube den Besuchern bodenständiges Handwerk näher bringen.»

In Zusammenarbeit mit der «BierKultur Aargau» strebt Züger einen Treffpunkt für Bierliebhaber an, die in gepflegter Atmosphäre regionale und saisonale Bierspezialitäten aus dem ganzen Kantonsgebiet geniessen können. «Wir wollen schweizweit zu einem Gemeintipp werden.»

Als Kernstück der Informationsveranstaltung präsentierte Fritz Züger der IG ein Projekt im Seetal. In einem bestehenden Restaurant liesse sich seine Idee für rund eine Million Franken realisieren. «Die Wirtschaftlichkeit rechnet sich, die Herausforderung ist die Finanzierung», präsentierte Züger realitätsnahe Zahlen für eine zu gründende Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

In einer angeregten Diskussion über Chancen und Risiken eines solchen Unternehmens zeigten die anwesenden IG-Mitglieder lebhaftes Interesse an der Idee. «Ich bin nicht auf dieses Projekt fixiert», schränkte Züger ein. «Doch dieses Beispiel lässt sich realisieren.» Er werde nun mit Fachleuten aus der Gastro-Branche weitere Abklärungen treffen und das weitere Vorgehen in Zusammenarbeit mit der IG fixieren.

Exklusives IG-Bier

Als Höhepunkt der Informationsveranstaltung degustierten die IG-Mitglieder ein Spezialbier, das Fritz Züger exklusiv für diesen Personenkreis gebraut hatte. Der aromatische Sud begeisterte die Bierliebhaber und stimmte sie zuversichtlich für den weiteren Weg mit einer eigenen Gasthausbrauerei. (wr)

Weitere Informationen im Internet unter www.ig-gasthausbrauerei.ch