Stadtratswahlen Aarau

Pro-Aarau-Kandidaten Cavegn: «Für den Zukunftsraum wäre ich bereit, mehr Steuern zu zahlen»

Angelica Cavegn Leitner kandidiert für Pro Aarau als Stadtpräsidentin.

Angelica Cavegn Leitner kandidiert für Pro Aarau als Stadtpräsidentin.

Die AZ hat Stadtratskandidatin Angelica Cavegn Leitner (Pro Aarau) sechs Fragen gestellt. Sie verrät, wofür sie bereit wäre, mehr Steuern zu bezahlen – und ob sie es bedauert, dass die meisten Rekruten bald aus Aarau verschwinden.

Was spricht dagegen, dass die Stadt der HRS das Land im Torfeld abkauft und selber ein einfaches Stadion baut?

Angelica Cavegn Leitner: Im Rahmen der Teiländerung der Bau- und Nutzungsordnung im Ostbereich Torfeld Süd ist aktuell eine Testplanung der jetzigen Grundeigentümerin HRS im Gang. Zudem ist die Antwort einer Anfrage «Plan B für ein Stadion Torfeld Süd» in Bearbeitung. Diese Resultate gilt es nun abzuwarten. Dann sehen wir weiter.

Wären Sie bereit, für die Realisierung des Zukunftsraums in Aarau eine Steuererhöhung in Kauf zu nehmen?

Das Projekt Zukunftsraum ist auf gutem Weg. Alle fünf Gemeinden erarbeiten nun gemeinsam die weiteren Grundlagen in einem partizipativen Prozess und mit viel Engagement. Ich freue mich auf die weiteren Schritte und ja, ich wäre bereit, mehr Steuern zu bezahlen.

Bedauern Sie es, dass Ende September die Infanterie die Stadt verlässt und damit die meisten Rekruten aus Aarau verschwinden?

Die Militärmusik bleibt ja und somit werden weiterhin Rekruten in Aarau anzutreffen sein. Der Kanton und die Stadt haben eine Absichtserklärung unterschrieben über die gemeinsame Organisation und das Vorgehen der Entwicklung des Kasernenareals. An zwei öffentlichen Foren konnte die Aarauer Bevölkerung ihre Vorstellungen einbringen für eine vielfältige Nutzung für verschiedene Generationen und Anspruchsgruppen. Eine Masterplanung ist in Arbeit und ich bin auf die Ergebnisse gespannt. Wichtig ist mir, eine gute und offene Zusammenarbeit und Kommunikation mit allen Parteien, für eine optimale Lösung.

Schulkommandant empfängt neue Rekruten in Aarau

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Infanterie-Schulkommandant und Oberst im Generalstab Felix Huber wünscht den Eingerückten im Juli 2017 eine gute Rekrutenschule.

Wenn Sie einfach so könnten: Wo würden Sie im städtischen Haushalt eine Million Franken
sparen?

Nach Stabilo 1, Stabilo 2 und LUP würde ich aktuell nirgends eine Million sparen, sondern weiter vernetzen, Synergien nutzen und umsichtig entscheiden. Ich möchte unsere Stadt weiterentwickeln können: Ich wünsche mir ein Aarau, das weiterhin positiv ausstrahlt, lebenswert bleibt und für Neues offen ist.

Was nervt Sie in der Stadt am meisten?

Es nervt mich nichts, dass besonders erwähnenswert wäre. Wenn ich etwas sehe, das mich stört, spreche ich das an, handle und kann so meine Energie für meine vielen interessanten Aufgaben einsetzen.

Wären Sie traurig, wenn Sie nicht gewählt würden?

Ja. Ich würde mich wohl einen Moment zurückziehen, eine Standortbestimmung machen und mich neu orientieren.

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