Aarau
Primarschule Telli: Zeichnen und singen mit Baulärm im Hintergrund

Die Aufstockung der Schule Telli in Aarau ist schneller möglich als angenommen – rechtzeitig auf den Schuljahresbeginn 2014 reichts trotzdem nicht.

Sabine Kuster
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Bauen und Lernen gleichzeitig – daran müssen sich ab Frühling 2014 die Telli-Schüler gewöhnen. kus

Bauen und Lernen gleichzeitig – daran müssen sich ab Frühling 2014 die Telli-Schüler gewöhnen. kus

Sabine Kuster

Der Einwohnerrat hat es befohlen, der Stadtrat hat es umgesetzt: Der Ausbau der Primarschule Telli geschieht ohne provisorische Schulzimmer in Containern.

Offenbar ist die Aufstockung nun fast doppelt so schnell machbar, wie ursprünglich angenommen. Dies meldet die Projektdelegation unter der Leitung von Stadtrat Lukas Pfisterer.

Der Einwohnerrat hatte die 650 000 Franken für die Erstellung von Containern im Juni knapp abgelehnt. Trotzdem wird der Ausbau nun voraussichtlich nur ein halbes Jahr zu spät fertig – also ein halbes Jahr nach dem Systemwechsel auf sechs Jahre Primarschule/ drei Jahre Oberstufe.

Laut Pfisterer kann das aufgestockte Geschoss vor den Weihnachtsferien 2014 bezogen werden, wenn alles nach Plan verläuft.

Begonnen wird mit dem Ausbau im Frühling, statt wie geplant noch diesen Herbst. So können die lärmintensivsten Bauarbeiten in den Sommerferien erledigt werden.

Während der Schulzeit soll die geräuschvolle Arbeit vor allem am Nachmittag stattfinden. Die Lehrer müssen laut Pfisterer deswegen teilweise den Stundenplan anpassen.

Auch zusätzliche Projektwochen sind geplant, um mehr Zeit fürs Bauen zu schaffen. «Von allen Beteiligten ist viel Flexibilität nötig», sagt Pfisterer.

Wo aber sollen die «neuen» Sechstklässler ab Sommer 2014 unterrichtet werden, bis der Ausbau fertig ist? «Wir suchen Räumlichkeiten in der Umgebung», sagt Pfisterer.

Infrage kämen Räume im GZ Telli, im Kindergarten oder im HPS-Gebäude.

Das Bauprojekt wird zurzeit überarbeitet, der Antrag für den neuen Baukredit wird dem Einwohnerrat im Dezember vorgelegt.

Der Kredit wird wegen des komplizierteren Umbaus ohne Provisorien vermutlich erhöht werden müssen. Das eingesparte Container-Geld wird aber kaum ganz aufbraucht.

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