Die Farbe der neuen Aarebrücke «Pont Neuf» gibt schon zu reden, obwohl der Kettenbrücke-Ersatz noch nicht einmal gebaut ist. FDP-Einwohnerrätin Brigitte Vogt hatte vor einem Monat eine entsprechende Anfrage an den Stadtrat gesandt. Sie wollte wissen, wie sichergestellt werde, dass die neue Brücke auch wirklich die Farbe erhalte, welche auf den Visualisierungen in den Abstimmungsunterlagen zu sehen war. Vogt fürchtet, dass die Brücke «möglicherweise in profanem Grau-Beton gebaut wird» statt in dem beige-warmen Farbton auf der Visualisierung. Dies, weil der Kanton ein Beton- und Schalungs-Muster (ein sogenanntes Mock-up) am Aareufer platziert hat, um die Umwelteinflüsse auf die Oberflächenbehandlungen zu testen. Dieses Gebilde sieht tatsächlich relativ grau aus.

Der Stadtrat hat nun bereits seine Antwort verfasst: Man sei sich der Wichtigkeit der Farbgebung bewusst und werde zusammen mit dem Kanton «alles daransetzen, dass das Projekt Pont Neuf den wettbewerbsähnlichen Farbton erhält», heisst es. Man müsse nicht pressieren, es bestehe «genügend Zeit, eine optimale, elegante, fröhlich wirkende, aber nicht aufdringliche Farbmischung zu finden, die die Erwartungen der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger erfüllt». Der Stadtrat betont ausserdem, für das Ja der Aarauerinnen und Aarauer zum Pont-Neuf-Kredit (die Brücke kostet insgesamt 33 Mio. Franken, die Stadt zahlt rund 10 Mio. Franken) «nicht nur die Farbgebung massgebend gewesen» sei.

Bei Abweichungen im Ausführungsprojekt gegenüber dem Wettbewerbsprojekt, so der Stadtrat weiter, werde «ein Gremium gebildet, bestehend aus Vertretern der Stadt und des Kantons, um Entscheide gemeinsam zu fällen».

Standort der neuen Aarebrücke: