Im Fall Rupperswil sprach erst alles für ein Beziehungsdrama. Doch nun scheint möglich, dass die Täterschaft unbekannt gewesen sein könnte und die Opfer erpresst hatte.

So hatte die Mutter wenige Stunden vor dem Drama auf zwei Banken Geld abgehoben - worauf sie, ihre beiden Söhne sowie die Freundin des älteren Sohnes tot im Wohnhaus aufgefunden wurden. Die vier Opfer wurden niedergestochen, danach hatte die Täterschaft am Tatort ein Feuer gelegt.

Weil die Kantonspolizei Aargau noch niemand festnehmen konnte, geht sie nun im Dorf aktiv auf die Bewohner zu und verteilt Flugblätter. Darauf ist das bereits über die Medien publizierte Bild der Mutter zu sehen (siehe unten) sowie ein umfassender Zeugenaufruf zu lesen.

Bei der Flugblatt-Aktion in Rupperswil und den umliegenden Gemeinden waren mehrere Dutzend Polizisten beteiligt gewesen.

«Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Eine von vielen Massnahmen, die wir nun mit enorm viel Personal eingeleitet haben, ist diese Flugblatt-Aktion, mit der wir das Ziel verfolgen, hier im Dorf an die Leute heranzukommen und fragen, ob jemand etwas gesehen hat», sagt Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, gegenüber Tele M1.

Carla Schauer hob am Montagmorgen unter anderem in Wildegg Geld ab.kapo AG

Carla Schauer hob am Montagmorgen unter anderem in Wildegg Geld ab.kapo AG

Die Kantonspolizei richtet sich nach wie vor mit folgenden Fragen an die Bevölkerung:

• Wer hat das spätere Opfer am Montagmorgen in der genannten Zeit beobachtet oder mit der Frau gesprochen?

• Wer hat verdächtige Wahrnehmungen zu Begleitpersonen oder Beobachtungen bezüglich Fahrzeugen in der Umgebung der Bankstandorte gemacht?

• Wer hat am Montagmorgen zwischen 7 und 11 Uhr einen schwarzen Audi A3 mit dem Kennzeichen AG 301479 (das Fahrzeug des späteren Opfers) in Rupperswil, Wildegg oder Umgebung gesehen?

• Wer kann weitere sachdienliche Hinweise zu den erwähnten Besuchen des Bancomaten oder der Bankfiliale machen?