Am 23. Februar nahm die Polizei in der Suhrer Denner-Filiale einen Mann fest. Er war aufgefallen, wie er die Filiale auskundschaftete, sich dann vermummte und den Laden betrat. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau führt seither eine Strafuntersuchung wegen Vorbereitungshandlungen zu einem qualifizierten Raub – und der Mann sitzt wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Gegen diese wehrte er sich vor sämtlichen Instanzen. Nun wird er auch beim Bundesgericht abgewiesen.

Als die Polizei den Mann festnahm, war er vermummt und trug eine Trainerhose über seinen Jeans. Er hatte einen zusammengefalteten Plastiksack dabei – und ein Messer mit einer 15 Zentimeter langen Klinge. In der Nähe des Tatorts fand die Polizei ausserdem eine Sporttasche mit den Hausschlüsseln des Mannes sowie Ersatzkleidern. «Aufgrund dieser unbestrittenen äusseren Umstände hielt das Obergericht den dringenden Tatverdacht für erstellt und den Einwand des Beschwerdeführers, er habe bloss einen Ladendiebstahl begehen wollen, für ungeeignet, den Tatverdacht zu entkräften», so das Bundesgericht. Wei die Beschwerde gegen die Untersuchungshaft nicht genügend begründet war, tritt das Bundesgericht nicht einmal darauf ein. (nro)

Bundesgerichtsurteil: 1B_183/2019