Petition
Küttiger wollen weiterhin im Dorf entsorgen

Gegen die Abschaffung der Multisammelstelle Ende Februar läuft eine Petition. «Eine Gemeinde von der Grösse Küttigens, die ausserdem wahnsinnig stark wächst, braucht eine Multisammelstelle im Dorf», finden die Initianten

Nadja Rohner
Merken
Drucken
Teilen
Die Küttiger wünschen sich ihre Multisammelstelle zurück (Symbolbild).

Die Küttiger wünschen sich ihre Multisammelstelle zurück (Symbolbild).

Michel Canonica

Seit Ende Februar müssen die Küttiger einige Minuten Auto fahren, wenn sie Dinge entsorgen wollen, die über das Alltägliche hinausgehen: Die Multisammelstelle an der Staffeleggstrasse wurde geschlossen. Der Gemeinderat hatte erklärt, dass der Besitzer des Grundstücks der Gemeinde den Mietvertrag gekündigt hatte. Ausserdem habe die Anlage «mit privaten Anbietern nicht mehr mithalten» können.

Der Gemeinderat beschloss, keinen neuen Standort für eine Multisammelstelle mehr zu suchen, sondern die dezentralen Sammelstellen im Dorf aufzuwerten und die Einwohner für die Entsorgung speziellerer Güter nach Buchs, Kölliken, Däniken oder Hunzenschwil zu privaten Recy­clingsunternehmen zu schicken.

Doch dagegen gibt es nun Widerstand: Eine Petition auf petitio.ch verlangt, dass die Gemeinde wieder eine Multisammelstelle einrichtet. Innert weniger Stunden kamen rund 100 Unterschriften zusammen. Der aktuelle Stand:

Hinter der Petition steht eine IG mit Roland Hächler sowie Toni und Martin Blattner an der Spitze. «Diesen Leistungsabbau können wir nicht akzeptieren», sagt Hächler gegenüber der AZ. «Eine Gemeinde von der Grösse Küttigens, die ausserdem wahnsinnig stark wächst, braucht eine Multisammelstelle im Dorf.» Die Gemeinde nehme ihre Verantwortung als «Energiestadt» nicht wahr. Es sei «unökologisch, für die Entsorgung von drei Liter Altöl nach Hunzenschwil zu fahren». Ausserdem fürchte die IG, dass die illegale Entsorgung dadurch zunehme.