«Panzerknacker»-Clown wieder vor Gericht

21 Jahre nach der ersten Verurteilung in Aarau ist der Pädophile jetzt beinahe verwahrt worden.

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Es ist ein besonders erschütterndes Beispiel eines unbelehrbaren Pädophilen. Im Dezember 1999 stand ein damals 33-jähriger Clown vor Bezirksgericht Aarau. Er war als Künstler keine ganz grosse, aber auch keine unbedeutende Nummer. Im Saal sassen als Zuschauer auch nationale Stars.

Der Clown war wegen eines Suchtpräventionsprojektes («Panzerknacker-Team») sogar ausgezeichnet worden. Er wurde 1999 wegen sexueller Handlungen mit Kindern zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 10 Monaten verurteilt.

Jetzt, über zwanzig Jahre später, musste der zwischenzeitlich 54-Jährige wieder vor Gericht. In Meilen ZH. Er ist mittlerweile dreimal einschlägig vorbestraft und wurde nun wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern, mehrfacher sexueller Nötigung und mehrfacher Schändung zu 6 Jahren verurteilt. Beantragt war sogar die Verwahrung.

Der ehemalige Clown und Animator hatte in der letzten Welle seine eigene Tochter, einen Stiefsohn und einen Buben, einen Chorknaben, den er bei seiner beruflichen Tätigkeit bei einer Kirchgemeinde kennen gelernt hatte, missbraucht.

Die «NZZ» schreibt über den Fall des Mädchens: «Als es fünf- bis sechsjährig war, spielte der Vater in regelmässigen Abständen mit ihm das Spiel, dass sein Penis echt und lebendig sei und reden könne. Dabei soll das Kind den Penis des Vaters gestreichelt, gedrückt und gekitzelt haben.» (uhg)