Budget-Kinderkrippe

Otto Ineichen mischt jetzt bei Hirslanden-Krippe in Aarau mit

Zwei gemischte Gruppen à 12 Kinder werden ab August in der Krippe der Hirslandenklinik betreut.

Zwei gemischte Gruppen à 12 Kinder werden ab August in der Krippe der Hirslandenklinik betreut.

Die Klinik Hirslanden kann ihre betriebseigene Krippe nicht mehr alleine führen. Einzig die Zusammenarbeit mit der Stiftung «Speranza» von Nationalrat Otto Ineichen bringt die Lösung.

«Wir wollten immer eine gute Nachfolgelösung finden. Im Rahmen der verschiedenen Varianten war diese die beste», spricht Hirslanden-Direktor Philippe Keller die Zusammenarbeit zwischen der Hirslanden-Klinik und der Stiftung «Speranza» an und bestätigt somit eine Meldung vom Regionaljournal Radio DRS.

Der Entscheid fiel laut Keller in den letzten Wochen. Vor wenigen Tagen wurden die Informationen und Anmeldemodalitäten an die Eltern weitergegeben. Insgesamt werden zwei gemischte Gruppen à 12 Plätze geführt. Davon beansprucht die Klinik 14 Plätze für sich. Wer diese bekommt, entscheidet sie alleine.

Doch warum ist es überhaupt erst so weit gekomen, dass die Klinik ihre seit Jahre geführte, betriebseigene Krippe nicht mehr führen kann? Da die Krippe sehr flexibel sein muss und Mitarbeiter ihre Kinder oft kurzfristig in der Krippe abgeben müssen, werden in der Tagesstätte nicht immer gleich viele Kinder betreut. Auch waren es schon mehr Kinder als geplant.

Aufs Kerngeschäft konzentrieren

Das passte der Stadt Aarau nicht. Sie machte Auflagen, die die Anzahl Kinder und die Brandschutzbestimmungen betreffen. Auflagen, die es der Klinik schwer machten, ihre Krippe weiterzuführen. «In den letzten Jahren sind die regulatorischen Vorschriften für die Krippe gewachsen», sagt Klinikdirektor Keller. Die Stadt habe sich immer mehr eingemischt. Da habe sich die Klinik nach «valablen Alternativen umgesehen, so dass wir weiterhin eine gute Betreuung anbieten können».

So entstand die Zusammenarbeit mit Otto Ineichens Stiftung «Speranza», zu der das Kita-Netzwerk Sperantino gehört (siehe Kasten). Das Netzwerk übernimmt die Krippe per August, will sie ausbauen und auch für Eltern öffnen, die nicht in der Klinik arbeiten. Die Klinik sowie Sperantino können sich somit auf ihr jeweiliges Kerngeschäft konzentrieren.

«Flexibel an- und abmelden wird für Klinikmitarbeiter in einem gewissen Umfang noch möglich sein», verspricht Keller.

Mitarbeiter zahlen 50 Franken pro Tag

Für die Mitarbeiter der Hirslanden-Klinik bleibt der Tagesansatz dank Subventionen bei 50 Franken. Auswärtige bezahlen 100 Franken für Kinder ab 18 Monaten oder 124 Franken für Jüngere.

Damit kostet die neue Kita in der Hirslanden-Klinik für Auswärtige zwar 16 Franken mehr als in der ersten Sperantino-Krippe in Beromünster, ist aber immer noch billiger als andere Krippen. Die angepasste Tarifstruktur wird mit höheren Auslagen gerechtfertigt. «Die Vollkostenrechnung mit Miete und Verpflegung ergab in Aarau natürlich eine andere als im ländlichen Gebiet», sagt Silvia Urech vom Kita-Netzwerk. (ldu)

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