Petition

Othmarsingen kämpft für Oberstufe

Staatsschreiber Grünenfelder nimmt die Petition entgegen. Foto: wen

Staatsschreiber Grünenfelder nimmt die Petition entgegen. Foto: wen

874 Unterschriften hat die Schulleitung gesammelt und dem Kanton übergeben. Sie wehrt sich gegen den Wegzug der Oberstufe. Nun habe sie die Unterschriften dem Kanton überreicht.

Gestern überreichten die Othmarsinger Schulleiter Annemarie Zeller und Beat Röthlisberger zusammen mit neun weiteren Lehrkräften in Aarau die 874 Unterschriften starke Petition Staatsschreiber Peter Grünenfelder. Der Kanton will den Oberstufenstandort schliessen.

«Ich habe in den letzten Wochen einen grossen Zusammenhalt gespürt. Wir meinen, dass der Kanton an der Front der Lehrer und Schüler vorbeipolitisiert», sagt Röthlisberger. Die Argumente sind unter anderen ein längerer und teurerer Schulweg nach Lenzburg und der Verlust der familiären Atmosphäre, die in der Schule Othmarsingen herrscht.

Im November 2010 informierte der Gemeinderat die Bevölkerung über die Gefährdung des Oberstufenstandorts Othmarsingen. Die im Kanton geforderte Mindestanzahl Schüler kann ab dem Schuljahr 2013/2014 nicht mehr gewährleistet werden. Die Regos-Planung (Regionalisierung der Oberstufe) sieht vor, zu kleine Schulstandorte aufzuheben und in grössere Ortschaften einzugliedern. An einer Informationsveranstaltung vom 13. Januar (die az Aargauer Zeitung berichtete) gingen die Wellen hoch. Betroffene Lehrer, Schüler und Eltern lancierten eine Petition an den Regierungsrat, mit der sie sich gegen den Wegzug der Oberstufe nach Lenzburg wehren.

Staatsschreiber Grünenfelder versicherte den gestern anwesenden Lehrkräften die «genaue und ernsthafte» Prüfung der Petition vonseiten des Regierungsrats und des Bildungsdepartments. «Uns sind die Anliegen der Bevölkerung wichtig.»

Nur eine kurze Baisse

Das ab 2013/14 erwartete Manko an Schülern dürfte laut Annemarie Zeller zwei bis drei Jahre dauern, dann aber werde die Zahl wieder steigen. Für die kurze Baisse erhofft sich Zeller eine Übergangslösung. «In Othmarsingen und den umliegenden Dörfern, deren Jugendliche die Schule in Othmarsingen besuchen, gab es in letzter Zeit viele Zuzüger, Geburten und es wird kräftig gebaut», sagt Zeller. «Das spricht für den Oberstufenstandort Othmarsingen.»

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