Aarau
Ortsbürger genehmigen Startschuss für Aarenau-Überbauung

Die Ortsbürgergemeindeversammlung hat einen Kredit von 400'000 Franken genehmigt. Die Landabgabe in der Aarenau und die Planung der Überbauung können vorbereitet werden.

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In der Aarenau wird seit Herbst letzten Jahres gebaut. Auf weiteren Parzellen wollen die Ortsbüger das Geld aus dem Landverkauf reinvestieren.

In der Aarenau wird seit Herbst letzten Jahres gebaut. Auf weiteren Parzellen wollen die Ortsbüger das Geld aus dem Landverkauf reinvestieren.

az Archiv

Im November letzten Jahres hatte die Ortsbürgergemeindeversammlung beschlossen, zwei der fünf Aarenau- Grundstücke im Baurecht abzugeben und drei selber zu überbauen. Die Ortsbürger hatten sich damit gegen den Stadtrat gestellt, der beantragt hatte, zwei Baufelder zu verkaufen.

Damals wurde verpasst, für die Umsetzung der Beschlüsse die notwendigen Mittel zu bewilligen. Dies ist am Montagabend nachgeholt worden. Die 122 Stimmberechtigten, die sich im vor dem Regen schützenden Zelt im Tierpark Roggenhausen versammelt hatten, bewilligten den Kredit von 400 000 Franken einstimmig.

Gustav Werder wollte durchsetzen, dass die Versammlung auf den Entscheid vom November 2012 zurückkommt und das Baurecht auf die Stadt oder die Pensionskassen von Stadt oder Kanton beschränkt. Andernfalls, so die Meinung von Werder, sollte die Ortsbürgergemeinde selber alle fünf Areale überbauen.

Er kam damit aber nicht durch. Stadtammann Marcel Guignard machte darauf aufmerksam, dass es den Ortsbürgerinnen und Ortsbürgern vorbehalten bleibe, künftige Baurechtnehmer zu akzeptieren oder abzulehnen.

Der Stadtrat selber stellte in Aussicht, dass auch die Einwohnergemeinde an der Baurechtnahme interessiert ist. Auch wenn es dem Stadtrat lieber gewesen wäre, die Einwohnergemeinde hätte die Grundstücke erwerben können.

Mit dem bewilligten Kredit werden für die Grundstücke Gesamtleistungsanbieter (Totalunternehmer) gesucht und wird das Landabgabeverfahren vorbereitet. Der Stadtrat beabsichtigt, der Ortsbürgergemeindeversammlung die Baurechtsverträge sowie die Totalunternehmer-Verträge vorzulegen.

Insbesondere werden die konkreten Bauprojekte, in welche die Ortsbürgergemeinde selber investieren will, samt den entsprechenden Kreditanträgen zur Genehmigung vorgelegt.

Die übrigen Geschäfte wurden ohne Diskussion und praktisch einstimmig genehmigt. So auch der Baukredit von 1,22 Mio. Franken für den Erweiterungsbau bei der Liegenschaft Blumenhalde, in die seit Januar 2008 das Zentrum für Demokratie (ZDA) eingemietet ist. (Kel)