Fall Lucie

«Ordentlich verwahrt»: In 10 Jahren kann Lucie-Mörder Entlassung beantragen

Der arbeitslose und drogenabhängige Koch hatte das 16-jährige Freiburger Au-pair-Mädchen Lucie 2009 in Zürich mit dem Versprechen geködert, Modelaufnahmen zu machen.

Der arbeitslose und drogenabhängige Koch hatte das 16-jährige Freiburger Au-pair-Mädchen Lucie 2009 in Zürich mit dem Versprechen geködert, Modelaufnahmen zu machen.

Der Mann, der 2009 die 16-jährige Lucie umgebracht hatte, wird definitiv «ordentlich verwahrt». In 10 Jahren kann er eine bedingte Entlassung beantragen. Beim Bundesgericht erreichte der Täter, nicht lebenslang inhaftiert zu werden.

Das Urteil des Obergerichts sei aber von keiner Partei weitergezogen worden, das Verfahren sei abgeschlossen, sagte Nicole Payllier, die Sprecherin der Gerichte des Kantons Aargau, am Dienstag auf Anfrage. Damit bestätigte sie einen Bericht der Sendung "Schweiz aktuell" von Fernsehen SRF.

Das Aargauer Obergericht hatte im Oktober 2012 den Mörder von Lucie zu einer lebenslänglichen Verwahrung verurteilt. Damit verschärfte die zweite Instanz das Urteil des Bezirksgerichts Baden. Der Verteidiger des Mörders zog das Verdikt der lebenslänglichen Verwahrung ans Bundesgericht weiter, wo er recht bekam.

Weil er nicht lebenslang verwahrt wird, kann er frühestens nach 15 Jahren eine bedingte Entlassung beantragen. Nachdem der Mann schon seit fünf Jahre sitzt, werde dies in rund 10 Jahren der Fall sein, sagte Gerichtssprecherin Payllier.

Der arbeitslose und drogenabhängige Koch hatte das 16-jährige Freiburger Au-pair-Mädchen Lucie 2009 in Zürich mit dem Versprechen geködert, Modelaufnahmen zu machen. Am 4. März 2009 brachte er die Jugendliche in seiner Wohnung in Rieden bei Baden AG um.

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