Aarau

«Open Club Day»: Bei dieser Möglichkeit können alle hinter die KIFF-Kulissen schauen

Offene Türen beim KIFF in Aarau.

Offene Türen beim KIFF in Aarau.

Dieses Wochenende öffnen in der ganzen Schweiz Konzertlokale ihre Türen der Öffentlichkeit. So auch das KIFF in der Aarauer Telli.

Am Samstag wird es wieder so weit sein: Dann werden Leute im Büro des KIFF stehen und sich wundern. Wundern darüber, dass im Aarauer Kultur- und Konzertlokal nicht nur über 150 Freiwillige, sondern auch zwölf Festangestellte arbeiten – «und das sogar tagsüber» – sagt Nadia Zanchi, Presseverantwortliche des KIFF, und lacht.

Am Samstag findet im KIFF der «Open Club Day» statt; ein internationaler Aktionstag, an dem Konzertlokale landauf, landab ihre Tore öffnen. Ein Tag, an dem sich auch Interessierte ein Lokal aus der Nähe anschauen können, die sich nicht dafürhalten, im regulären Betrieb ein Konzert oder eine Party zu besuchen.

Gutes Verhältnis mit den Nachbarn ist wichtig

«Bei uns kommen jedes Jahr Nachbarn vorbei, die erzählen, dass sie wohl seit 20 Jahren in der Telli wohnen, aber noch nie einen Fuss ins KIFF gesetzt haben», sagt Nadia Zanchi. Ein Austausch, der sich lohne. Für beide Seiten. «Uns ist ein gutes Einvernehmen mit den Nachbarn extrem wichtig. Und das erreicht man nur, wenn man einander kennt.»

Im KIFF werden die Besucher auch Räume sehen, die normale Nachtschwärmer nie zu sehen bekommen: Die Küche, in der Freiwillige an jedem Konzertabend für die Musiker und alle Mitarbeiter gewaltige Menus kochen, den Backstagebereich, den hinteren Aufgang, und eben, die Büros.

Informieren können wird man sich auch über das Neubauprojekt KIFF 2.0. Das neue Kulturhaus soll den in die Jahre gekommenen Bau, die ehemalige Kunath-Futterfabrik, ersetzen; zu stehen kommen wird es auf dem Kiesparkplatz hinter dem aktuellen Gebäude. Letzten Oktober wurde das Siegerprojekt aus dem Architekturwettbewerb («Live on Stage» vom Zürcher Architekturbüro Enzmann Fischer Partner AG) präsentiert.

Eröffnung KIFF 2.0 wird sich verschieben

Viel Neues werde das Team am Samstag nicht präsentieren können, sagt Nadia Zanchi. «Wir werden in erster Linie nochmals die Pläne vom Siegerprojekt zeigen und Fragen aus dem Publikum beantworten.» Denn spruchreif sei aktuell nichts.

«Wir sind an der Weiterbearbeitung des Projekts für eine gute Grundlage», so Zanchi. Das heisst, dass beispielsweise aktuell definiert wird, wie gross der Konzertsaal ausfallen soll, wie viel Platz der Club haben wird und wie viele Kulturproduktionsräume entstehen können.

Im Sommer sollen diese Grössenordnungen definitiv sein, so Zanchi. Zeitgleich laufe die Erarbeitung des Finanzierungsplans. Dafür wollen die Initianten von KIFF 2.0 möglichst viele private Gelder organisieren. Einen grossen Teil werden der Kanton beziehungsweise die Stadt beisteuern. Wie hoch dieser Betrag sein wird, ist noch nicht bekannt.

Neuigkeiten gibt es dennoch, den Zeitplan betreffend: «Wir peilen inzwischen eine Eröffnung im Herbst 2024 an», sagt Zanchi. Ursprünglich war diese für Herbst 2023 geplant.

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