Integration
Olivier Cayo darf in der Schweiz bleiben

Das Härtefallgesuch des abgewiesenen Asylbewerbers Olivier Cayo wurde gutgeheissen. Der fünfttbeste Maturand des Kantons Aargau kann nun offiziell in der Schweiz studieren.

Irena Jurinak
Merken
Drucken
Teilen

Nach fünf Jahren Bangen und Hoffen ist es amtlich: Olivier Cayo aus Aarau darf in der Schweiz bleiben. Letzte Woche erhielt er vom Migrationsamt des Kantons Aargau den positiven Entscheid auf sein Härtefallgesuch.

Der 22-jährige Student aus der Elfenbeinküste, der vor fünf Jahren wegen politischer Unruhen in seiner Heimat in die Schweiz kam und um Asyl ersuchte, bekommt eine Aufenthaltsbewilligung. Im Oktober letzten Jahres war das Asylgesuch von Olivier Cayo in letzter Instanz abgelehnt worden, die Situation in seinem Heimatland schien sicher zu sein und eine Rückreise zumutbar. Fünf Jahre hatte sein Asylverfahren gedauert, in dieser Zeit der Ungewissheit lernte Olivier Cayo Deutsch und durfte schliesslich in die Alte Kantonsschule Aarau eintreten. Vor einem halben Jahr bestand er die Matur und wurde für eine der besten fünf Maturarbeiten im Kanton Aargau ausgezeichnet.

Gute Integration ausschlaggebend

«Ich bin froh, dass ich bleiben darf, und allen dankbar, die mich unterstützt haben», sagte Olivier Cayo der az Aargauer Zeitung gestern auf Nachfrage. «Ich bin auch dem Kanton Aargau sehr dankbar für die Unterstützung.» Bei der Beurteilung seines Härtefallgesuches hat vor allem seine gute Integration eine grosse Rolle gespielt. Laut dem Bundesamt für Mi-gration sind für die Erteilung einer Härtefallbewilligung die soziale und berufliche Integration, die familiäre und gesundheitliche Situation massgebend. Die politische Situation im Herkunftsland spielt keine Rolle.

Der Aarauer studiert mittlerweile an der Universität in Neuenburg Jura. «Das Studium ist super, viel spannender, als ich gedacht habe.»

Das Umfeld von Olivier Cayo freut sich über den positiven Entscheid. «Das war ein schöner Einstieg ins neue Jahr», sagt sein ehemaliger Lehrer Tiziano Mattiolo, «ich habe mich sehr über die Nachricht gefreut.»