Seit der Gründung der Kreisschule Aarau-Buchs ist die Kreisschulpflege mit der Schulraumplanung beschäftigt. Das geht Politikern hüben wie drüben nicht rasch genug vorwärts. In diesem Zusammenhang hat nun der Aarauer EVP-Einwohnerrat Christoph Waldmeier eine Anfrage an den Stadtrat eingereicht.

Ihm geht es primär um die Oberstufenfrage. Denn das Oberstufenschulhaus im Aarauer Schachen (OSA) ist nicht gerade in einem guten Zustand. Einige Anforderungen der Aargauischen Gebäudeversicherung würden «mittelfristig nicht mehr erfüllt», schreibt Waldmeier, der selber Lehrer ist.

Maximal 40 in Schulzimmer

«Aus statischen Gründen dürfen beispielsweise nicht mehr als 40 Personen ein Klassenzimmer betreten und in der Eingangshalle können in diesem Zusammenhang keine grösseren Veranstaltungen mehr stattfinden», so Waldmeier. Weitere Mängel seien sicht- und spürbar. Waldmeier will nun vom Stadtrat wissen, wie lange der Betrieb des Oberstufenschulhauses im jetzigen Zustand überhaupt noch sichergestellt sei.

Zwar ist im Investitionsbudget der Stadt schon länger ein Kredit im Umfang von ungefähr 50 Millionen Franken für die Sanierung oder den Neubau des OSA-Schulhauses eingestellt. Aber im Zuge der Schulfusion wurde der Planungsfächer nochmals aufgemacht. Auch Christoph Waldmeier spricht das in seiner neuen Anfrage an: «Ist es sinnvoll, den nachteiligen Standort Schachen (Grundwasser, Begrenzung in der Höhe wegen Ortsbildschutz) am Rande der Kreisschule Aarau Buchs noch weiter zu verfolgen?»

Diese Frage ist zumindest teilweise bereits beantwortet – denn der Stadtrat hat schon vor über einem Jahr auf einen Vorstoss, an dem Waldmeier beteiligt war, zu verstehen gegeben, dass man entschieden habe, auch andere Standorte zu prüfen. Waldmeier will nun vom Stadtrat konkrete Antworten. Etwa auch auf die Frage, wie die Stadtregierung zu einer Neubau-Variante im Gebiet Torfeld – konkret spricht er das Torfeld Süd an – stünde. Ausserdem fragt Waldmeier, wie viel Geld man bei einem allfälligen Neubau durch den Verzicht auf Provisorien sparen könnte und wie ein ungefährer Zeitplan aussähe.

Wie genau der Stadtrat Auskunft geben kann, ist ungewiss. Für die Schulraumplanung ist die Kreisschulpflege zuständig, erste Ergebnisse sollen Anfang 2019 vorliegen.