Oberentfelden
Stiftung nimmt Ausbau in Angriff: Nach Verzögerung entsteht das neue Wohnhaus für Menschen mit Beeinträchtigung

Es entstehen sechs neue Wohngruppen für rund sechs Millionen Franken. Künftig werden dort 27 Menschen mit Behinderung ein Zuhause finden, wie die Stiftung Orte zum Leben in Oberentfelden weiss.

Daniel Vizentini
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Am Mittwoch war die Grundsteinlegung in der grossen Baugrube für das neue Wohnhaus der Stiftung Orte zum Leben in Oberentfelden.
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Martin Bhend (r.), Geschäftsführer der Stiftung Orte zum Leben, legt Jahresberichte, das Stiftungsmagazin «Augenhöhe» sowie je eine aktuelle Ausgabe von AZ und ZT in die Zeitkapsel, die unter dem Neubau vergraben wird.

Am Mittwoch war die Grundsteinlegung in der grossen Baugrube für das neue Wohnhaus der Stiftung Orte zum Leben in Oberentfelden.

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Die grosse Baugrube ist bereits ausgehoben, eine erste Betonschicht auf dem Boden erstellt: Der Neubau des Wohnhauses der Stiftung Orte zum Leben in Oberentfelden hat eindeutig begonnen. «Endlich», wie Daniel Kusio, Geschäftsführer der Impact Immobilien AG, gestern an der Grundsteinlegung sagte. Auflagen vom Kanton betreffend Schutzkeller verzögerten den Baubeginn um ein Jahr.

«Es geht sehr schnell jetzt, in rund einem Jahr werden wir hier die Schlüssel übergeben können.»

Die Firma Impact Immobilien ist in der Region bereits bekannt für ihre Investitionen in soziale Einrichtungen, darunter den Neubau vom «Töpferhaus» in Suhr oder den Ausbau vom «Doppelpunkt» in Kölliken. In Oberentfelden stellt die Gemeinde ihr Land im Baurecht zu günstigen Konditionen zur Verfügung. «Eine der letzten grünen Wiesen, die wir haben», wie Gemeindeammann Markus Bircher vor Ort sagte. Der Neubau wird in Zusammenarbeit mit Frei Architekten und der Totalunternehmerin Halter AG erstellt, laut Baubeschrieb «ein kompakter und funktionaler Bau».

Martin Bhend, Geschäftsführer der Stiftung Orte zum Leben, sprach von 27 Menschen mit Behinderung, die dort künftig ein Zuhause finden werden. Es entstehen sechs neue Wohngruppen, sechs Millionen Franken kostet der Bau. «Wir sind froh, einen Investor zu haben, der nicht auf Gewinnmaximierung aus ist, sondern sozial ausgerichtet ist», sagte er.

Rund 350 Klienten und 350 Arbeitsplätze

Mit einem Umsatz von rund 30 Millionen Franken ist die Stiftung Orte zum Leben eine der grössten im Kanton mit Schwerpunkt kognitive Beeinträchtigung. Die Zahlen sind eindrücklich: Rund 350 Klienten werden in den Stiftungseinrichtungen in Oberentfelden, Lenzburg und Staufen betreut, dazu kommt nochmals etwa so viel Personal samt Lernenden. Zusammengezählt verkehren an die 700 Leute in den Häusern der Stiftung.

Diese Zahl dürfte mit dem Neubau nun weiter steigen. Im Oberentfelder Kirchenfeld, gleich bei der Wiese, wo jetzt der Neubau entsteht, stiess letztes Jahr die ehemalige Autogarage Sollberger zum Stiftungsangebot hinzu. In Staufen entstand zuvor gar eine Kaffeerösterei.