Aarau
Nochmals 90 Wohnungen mehr für den Scheibenschachen

Beim «Kreuz» am «Weinbergkreisel» im Aarauer Scheibenschachenquartier bleibt kein Stein auf dem anderen.

Nadja Rohner
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Im zentral gelegenen Quartier Scheibenschachen nördlich der Aarauer Altstadt entwickeln SWICA und die Steiner AG gemeinsam eine gemischt genutzte Überbauung.

Im zentral gelegenen Quartier Scheibenschachen nördlich der Aarauer Altstadt entwickeln SWICA und die Steiner AG gemeinsam eine gemischt genutzte Überbauung.

Zvg / Aargauer Zeitung

Das Tempo, mit dem sich die städtischen und stadtnahen Gebiete südlich der Aare entwickeln, ist beeindruckend. In Rombach (Gemeindegebiet Küttigen) gibt es mehrere Gross-baustellen für neue Wohnüberbauungen; das Grösste ist das Baumgartenareal mit über 150 Wohneinheiten. In Aarau selber sind zwischen Erlinsbacherstrasse und Aare 70 bis 90 Mietwohnungen auf Land der Energieversorgerin Eniwa geplant. Unweit davon, aber am nördlichen Strassenrand, sollen auf ehemaligem Eniwa-Land im alten Steinbruch durch die Tellco Anlagestiftung weitere 50 bis 60 Wohnungen entstehen.

Gestern nun teilten die Swica Gesundheitsorganisation und die Generalunternehmerin Steiner AG mit, dass sie gemeinsam eine neue Überbauung beim «Weinberg»-Kreisel planen – konkret: zwischen Küttigerstrasse und Gysulastrasse. Hier sollen anstelle von mehreren alten Liegenschaften drei Mehrfamilienhäuser mit rund 90 Miet- und Eigentumswohnungen sowie Gewerbeflächen entstehen. Bleiben muss die Hausnummer 16; das kommunal geschützte «Kreuz» (heute Pizzeria Core Mio). Es ist ein ortsprägendes Gebäude und muss stimmig in das Gesamtkonzept der neuen Überbauung eingebettet werden. Verschwinden werden jene Häuser, in denen heute die Ruedi-Rüssel-Tankstelle mit «Aperto», der «Jockey Shop» und ein Coiffeur angesiedelt sind.

Diese Altbauten rechts sollen verschwinden.

Diese Altbauten rechts sollen verschwinden.

Urs Helbling

Die Steiner AG und die Swica wollen nun einen Studienauftrag durchführen, um «einen qualitativ hochstehenden Lösungsvorschlag» zu entwickeln, teilen sie mit. Aufgrund des frühen Projektstandes könne man zur Ausnützungsziffer und zur Investitionssumme noch nichts sagen, sagt ein Steiner-Sprecher auf Anfrage. Baubeginn soll 2023 sein, der Bezug frühestens Ende 2025. Die Steiner AG hat in der ­Aarenau bereits zwei Überbauungen realisiert:

zvg

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