Suhr
Noch ist «Tempo 30» nicht bewilligt – was hat es mit Tafeln auf sich?

«Tempo 30» fürs Helgenfeld-Quartier kommt, das hat Gemeindepräsident Marco Genoni angekündigt. Rechtskräftig bewilligt ist aber noch nichts. Trotzdem stehen schon heute auf der Ringstrasse «Tempo 30»-Signaltafeln.

Katja Schlegel
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Für ein kurzes Teilstück gilt auf der Ringstrasse bereits Tempo 30.

Für ein kurzes Teilstück gilt auf der Ringstrasse bereits Tempo 30.

Urs Helbling

Das Quartier Helgenfeld bekommt endlich und definitiv «Tempo 30». Das sagte Gemeindepräsident Marco Genoni am Infoforum vom Montagabend. Gegen das Gesuch waren im Frühling fünf Einwendungen eingegangen. Nicht gegen die Temporeduktion an sich, sondern gegen die Massnahmen. Um das Tempo zu drosseln, sollen Schwellen, sogenannte Vertikalversätze, auf die Ringstrasse gebaut werden. Man habe sich nun mit den Einwendern gefunden, sagte Genoni. «Wir werden das Gesuch im September bewilligen.» Damit nimmt eine lange Geschichte ein gutes Ende; bereits 2014 hatte der Gemeinderat Pläne für eine Temporeduktion vorgeschlagen.

Auch LKW-Verbot kommt wieder

Auch in Sachen Lastwagen-Fahrverbot konnte Marco Genoni die Quartierbewohner beruhigen. Denn wegen der Umfahrung der Baustelle wurde dieses auf der Ringstrasse im Juni aufgehoben. Eine Massnahme, die im Quartier für rote Köpfe gesorgt hatte. Der Auslöser für das Aufheben des Verbots war konkret das Linksabbiegeverbot beim Rundhaus. «Sobald das Abbiegeverbot fällt, werden wir das Lastwagen-Fahrverbot wieder verhängen», versprach Genoni.

Aufmerksamen Verkehrsteilnehmern dürfte aber ins Auge gestochen sein, dass auf der Ringstrasse kurz vor der Emmi seit ein paar Tagen bereits eine Mini-«Tempo 30»-Zone von wenigen Metern signalisiert ist. «Das ist eine provisorische Massnahme in Zusammenhang mit dem kantonalen Veloweg», sagt Philippe Woodtli, Geschäftsführer der Gemeinde Suhr, auf Nachfrage. Die Temporeduktion habe man zur Sicherheit der Velofahrer verhängt, die hier die Strasse queren.