Aarau
Noch hat es viel Staub in der neuen «Kettenbrücke»

26 Doppelzimmer, ein Restaurant, Bankett- und Seminarräume samt einem privaten Member-Club werden dank dem neuen Hotel Kettenbrücke das städtische Gastgewerbe bereichern. Der Rohbau des neuen Hotels «Kettenbrücke» steht.

Hermann Rauber
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Im Rohbau fertig: Die Eröffnung wird gemäss den Investoren vor den Ostertagen 2016, also im kommenden März, stattfinden.

Im Rohbau fertig: Die Eröffnung wird gemäss den Investoren vor den Ostertagen 2016, also im kommenden März, stattfinden.

Ueli Wild

Es sind zwei Badener, die in die Gastronomie der Kantonshauptstadt investieren, nämlich der Unternehmer Werner Eglin und der Innenarchitekt Stefan Wetzel. Sie haben vor Jahren die alte «Kettenbrücke» käuflich erworben, um sie nach einem Konzept der Frei Architekten, Aarau, zu erneuern und zu erweitern. Die Eröffnung wird laut Eglin vor den Ostertagen 2016, also im kommenden März stattfinden.

Auf Einladung des Kantonsschüler-Turnvereins (KTV) machten sich am Donnerstagabend rund 60 Personen auf einen Rundgang durch die noch staubige und mit Kabeln übersäte Baustelle. «Ihr seid die ersten Hotelgäste», meinte Werner Eglin scherzhaft, auch wenn mancher noch etwas Mühe hatte, das künftige Ambiente zu spüren.

Altbau unter Denkmalschutz

Im ausgehöhlten Altbau, der unter Denkmalschutz steht, wird bald einmal ein Restaurant mit gehobener, aber nicht abgehobener Küche die Besucher erfreuen. Integriert ist eine gediegene Bar und eine Lounge, der Zugang erfolgt wie in der alten «Kettenbrücke» ebenerdig über den Zollrain. Dort lockt im Sommer auch eine Gartenwirtschaft, während im Obergeschoss ein Bankettsaal für festliche Anlässe mit bis zu hundert Personen entsteht.

Dort, wo einst der alte Saal stand, wird die Lobby einziehen, die als Anlaufstelle für die 24 Doppelzimmer und zwei Suiten dient. Diese sind über drei Stockwerke verteilt und sollen mit dem 4-Sterne-Standard angeboten werden. Ebenfalls im völlig neu erstellten Mittelbau befinden sich Seminarräume, setzt doch Werner Eglin auch auf das «Business-Geschäft». Er geht allerdings davon aus, dass «zwei Drittel des Umsatzes in der Gastronomie generiert werden». Investiert werden in die neue «Kettenbrücke» insgesamt rund 20 Millionen Franken.

Im südlichen Kopfhaus gegen die alte Zollstation hin, das ebenfalls denkmalgeschützt ist, will der Eigentümer Geschäftsräumlichkeiten an Private vermieten. Er denkt zum Beispiel an Praxen für den Schönheitsbereich oder an Anwaltsbüros. Im Kellergewölbe an der Mühlemattstrasse schliesslich möchte Eglin einen Member-Club platzieren, in dem unter anderem Livemusik, Theater oder Degustationen angeboten werden. Hier sind Verhandlungen mit einem erfahrenen Partner bereits im Gang.

Eglin freut sich auf den Pont Neuf

Er sei stolz darauf, dass die Stützmauer für das einstige Trassee der Kettenbrücke erhalten und gezeigt werden kann, sagte Eglin. Er freue sich aber bereits auf den neuen «Pont Neuf», eine zusätzliche Attraktion zur sonst schon idealen Lage des neuen Hotels «zwischen dem Aareraum und der Altstadt».

Die Baubesichtigung der neuen «Kettenbrücke» unter dem Motto «Tourismusstadt Aarau» soll, so Urs Lienhard, AH-Präsident des KTV, der Auftakt zu einer ganzen Serie von Anlässen sein, die unter dem Slogan «Aarau ist unser Bier» steht und weitere Themen wie «Aarau als Kultur- oder als Sportstadt» im Visier hat.