Aarau

Nicht nur für Eniwa: Glasfasernetz soll bis 2020 flächendeckend den Endkunden dienen

In Aarau, stellen die Postulanten ernüchtert fest, betreibe die Eniwa Glasfaserverbindung für die eigenen Bedürfnisse. (Archivbild)

In Aarau, stellen die Postulanten ernüchtert fest, betreibe die Eniwa Glasfaserverbindung für die eigenen Bedürfnisse. (Archivbild)

Der Stadtrat soll in einem Bericht bis Ende Jahr aufzeigen, «welche Möglichkeiten bestehen, dass in Aarau ab 2020 ein Glasfasernetz bis zu den Endkunden realisiert wird».

Der Stadtrat soll in einem Bericht bis Ende Jahr aufzeigen, «welche Möglichkeiten bestehen, dass in Aarau ab 2020 ein Glasfasernetz bis zu den Endkunden realisiert wird». Dies ist der Inhalt eines Postulats, das die beiden GLP-Einwohnerräte Alexander Umbricht und Peter Jann beim Stadtrat deponiert haben.

Bei einer Glasfaserleitung funktioniert die Datenübertragung mittels Lichtwellenleitern – quasi mit Lichtgeschwindigkeit. «Damit», heisst es auf der Website der Eniwa, «sind Übertragungen mit wesentlich grösseren Datenmengen möglich als mit den herkömmlichen Kupferleitungen.» Umbricht und Jann haben den Breitbandatlas konsultiert und festgestellt: Im Aargau profitieren diverse Städte und grössere Dörfer wie Baden, Aarburg, Seon, Spreitenbach, Oberentfelden, aber auch kleinere Gemeinden wie Wegenstetten und Hellikon vom schnellen Glasfaseranschluss. In Aarau, stellen die Postulanten ernüchtert fest, betreibe die Eniwa jedoch Glasfaserverbindung für die eigenen Bedürfnisse. «Fibre to the home» ist für die grosse Mehrheit der Privaten erst Zukunftsmusik.

Das möchten die beiden Postulanten ändern. Ihren Vorstoss begründen sie unter anderem damit, dass die Digitalisierung einen wesentlichen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum habe. Und die technische Grundlage dieses Wandels seien neue Technologien aus der Informations- und Kommunikationstechnik sowie leistungsfähigere Computer und Netzinfrastrukturen. Die Postulanten deuten an, dass die Tendenz, von zu Hause aus zu arbeiten, zunehmen werde. Und sie zeigen sich überzeugt, dass es künftig dem Standort Aarau nicht mehr genügen wird, hervorragend mit Bahn und Strasse erschlossen zu sein. «Eine zuverlässige und schnelle Anbindung ans Internet wird noch wichtiger werden.» (uw)

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