Kreisschule

Nicht nur für Begabte: Nun darf doch jeder ein zweites Instrument lernen

Zweitinstrument-Unterricht ist nun doch nicht nur im Rahmen der Begabtenförderung möglich. (Symbolbild)

Zweitinstrument-Unterricht ist nun doch nicht nur im Rahmen der Begabtenförderung möglich. (Symbolbild)

Die Kreisschulpflege legt das neue Musikschulreglement vor — was hat die Vernehmlassung gebracht?

Die Kreischulpflege Aarau-Buchs macht vorwärts: Im Sommer lief die Vernehmlassung für das neue gemeinsame Musikschulreglement, an der Kreisschulrats-Sitzung vom 14. November soll nun darüber abgestimmt werden. Bei Zustimmung tritt es per Schuljahr 2020/21 inkraft.

Die 116 Stellungnahmen der Vernehmlassung hat die Kreisschulpflege teils berücksichtigt. Sie führen dazu, dass die Mehrkosten aus dem neuen Reglement nun nicht 25'900 Franken betragen wie in der Vernehmlassung beschrieben, sondern 56'900 Franken (Nettoaufwand im Budget 2019: 1,885 Mio. Franken.

In der Vernehmlassung wurde auf der einen Seite kritisiert, dass das vor der Kreisschul-Fusion abgegebene Versprechen, es komme zu keinem Leistungsabbau, gebrochen werde. «Neben dem Vorwurf des Leistungsabbaus wird auf der anderen Seite mehrfach moniert, dass die vorgeschlagenen Angebote Mehrkosten zur Folge hätten, was im Widerspruch zu den Versprechungen im Abstimmungswahlkampf zur Bildung der Kreisschule stehe», heisst es im Vernehmlassungsbericht.

Was ändert nach der Vernehmlassung?

Zweitinstrument-Unterricht ist nun doch nicht nur im Rahmen der Begabtenförderung möglich, sondern für jeden Schüler. Allerdings gibts maximal eine halbe Lektion, und erst, wenn man mindestens zwei Jahre lang das Erstinstrument gespielt hat. Der Sozialtarif wird auf den Zweitinstrumenteunterricht ausgeweitet. Die Elternbeiträge für Jugendliche in Ausbildung steigen nicht so sehr, wie geplant.

Ansonsten bleibt es dabei, dass für die Buchser Eltern die Beiträge im Vergleich zu vorher leicht steigen, für die Aarauer sinken. Das Klassenmusizieren entfällt vorerst, weil es entgegen erster Annahmen nicht über das Musikschulreglement, sondern über den Regelunterricht finanziert werden muss.

Die Kreisschulpflege schreibt in ihrer Mitteilung, die bestehenden Unterrichtsangebote der ehemaligen Musikschulen «bleiben im Grundsatz erhalten». Für beide Gemeinden gibts Vor- und Nachteile. Buchser bekommen zum Beispiel neu Geschwisterrabatt, Aarauer können ein Zweitinstrument belegen. (nro)

Meistgesehen

Artboard 1