Aarau
Neujahrsempfang mit letzter Neujahrsrede von Marcel Guignard

Seit der Jahrtausendwende feiert die Stadt Aarau den ersten Tag im neuen Jahr jeweils mit einem originellen Neujahrsempfang. In diesem Jahr unter der Motto «Aarau steigt auf».

Hermann Rauber
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Hält seine letzte Neujahrsrede: Marcel Guignard, Stadtammann von Aarau.

Hält seine letzte Neujahrsrede: Marcel Guignard, Stadtammann von Aarau.

Aargauer Zeitung

Das wechselnde Motto gibt eine findige und um Ideen nie verlegene Kommission vor, die Umsetzung erfolgt mithilfe und dank dem Engagement der Bevölkerung. So steht der 1. Januar 2013 unter der Affiche «Aarau steigt auf», die Assoziationen zum FC Aarau weckt, der sich allerdings den Aufstieg im Frühling erst noch erkämpfen muss.

Lagerfeuer in luftiger Höhe

In der Kantonshauptstadt fehlt es aber neben dem Stadion Brügglifeld nicht an Orten, die sich für «Aufsteiger» geradezu anbieten. Nicht weniger als 23 Stationen stehen am kommenden Dienstag zwischen 16 und 18.45 Uhr für das geneigte Publikum zur Auswahl. Vom Motto her gesehen lassen sich physische «Aufstiege» nicht vermeiden.

Etwa in die «höchstgelegene Altstadtwohnung» auf dem Oberturm, auf die Spitze der katholischen Kirche Peter und Paul, wo in luftiger Höhe «Lagerfeuerromantik» lockt, oder auf den Helilandeplatz der Hirslanden Klinik Aarau.

Weite Aussichten

Selbstredend darf auch der Alpenzeiger nicht fehlen, beim Aufstieg über die exakt 366 Stufen der Trotte-stäge kann man das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen. Wer es bequemer haben möchte, darf sich dank dem Quartierverein per Lift auf das «höchste Gebäude des Kantons Aargau», das Telli-Hochhaus, bringen lassen.

Gleich nebenan, bei Lucie und Rolf Schmid, wartet im 17. Stock an der Delfterstrasse 40 ebenfalls eine «weite Aussicht» samt einem Flugsimulator, dank dem man mindestens virtuell abheben kann. Zum «Aufstieg ins Stübchen» lädt im ehemaligen Kaufhaus an der Metzgergasse der Artillerieverein Aarau ein, der in der Herzog-Stube historische Kostbarkeiten hütet.

«Aufsteigen» kann man am 1. Januar aber auch im übertragenen Sinn, zum Beispiel im «Treffpunkt Gipfelkreuz» bei der Heilsarmee an der Asylstrasse 34, die Filme und Fotos aus der Schweizer Bergwelt zeigt. Oder bei der Reformierten Kirchgemeinde, die in der Stadtkirche eine «Lettnerbar» mit «Schwalbennestjazz» betreibt und «Turmaussichten» mit Jiri Vurma garantiert.

Im Kunsthaus-Foyer stehen nicht nur «künstlerische Höhenflüge», sondern auch ein Rückblick auf das Leben von Hans Noll und autobiografische Geschichten von Pfarrer Hans Widmer auf dem Programm. Wer sich gar in galaktische Dimensionen schwingen will, kann dies mit einem Besuch der Sternwarte der Alten Kantonsschule (Eingang Seite Laurenzenvorstadt) wagen.

Partyhits und Kulinarisches

Nach all den «Aufstiegen» trifft sich die ganze Aarauer Festgemeinde um 19 Uhr wieder auf sicherem Boden, nämlich im Kultur- und Kongresshaus KuK. Hier kann man sich mit kulinarischen Köstlichkeiten vom «Schützen»-Wirt Hans Schneider verwöhnen lassen oder zu den Klängen der Band Moody Times das Tanzbein schwingen. Partyhits und Zaubereien sind in den anderen Sälen zu hören und zu sehen.

Um 20 Uhr wird Stadtammann Marcel Guignard zu seiner traditionellen Neujahrsrede ansetzen, der letzten einer langen Reihe, scheidet er doch Ende 2013 aus dem Amt aus. Apropos KuK: Besichtigen kann man bei dieser Gelegenheit am 1. Januar auch eine Säule der Eingangsfront, die von eifrigen Strickerinnen mit einem farbigen Mantel «verkleidet» wird, nach dem Motto «Hoch hinaus mit bunten Maschen».

Weitere Infos unter der Internet-Adresse www.neujahrsempfang.ch oder www.
facebook.com/neujahrsempfang.aarau.

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