Aarau

Neues Stadtmuseum in Aarau: Für einmal sagen Kinder, wos langgeht

Auf der Baustelle des neuen Stadtmuseums Aarau geben die Kinder Anregungen. Diese gehen Ende Woche an die Grafiker. Im Bild: Oriol Alvarez (Drittklässler) mit den Workshopmitarbeiterinnen Julia Hefti und Lilarosa Hadorn. Chris Iseli

Auf der Baustelle des neuen Stadtmuseums Aarau geben die Kinder Anregungen. Diese gehen Ende Woche an die Grafiker. Im Bild: Oriol Alvarez (Drittklässler) mit den Workshopmitarbeiterinnen Julia Hefti und Lilarosa Hadorn. Chris Iseli

Wo braucht es Schilder und Wegweiser? Welche Farbe eignet sich dafür?Die Mitarbeiterinnen des neuen Stadtmuseums in Aarau setzen bei der Signalisation des Museums auf die Kinder.

Wie orientieren sich Kinder in den labyrinthischen Räumen des neu entstehenden Stadtmuseums? Wo braucht es Schilder und Wegweiser? Welche Farbe eignet sich dafür?

Das sind Fragen, die das Stadtmuseum gemeinsam mit Kindern klären will. Während der gesamten Woche finden am Nachmittag Workshops statt. Annette Rutsch, beim Stadtmuseum für die Vermittlung zuständig, sagt: «Für einmal soll der Erwachsenenblick abgelegt werden.» Sie wollen sich auf Inputs der Kleinen abstützen. Denn Kinder erlebten die Welt auf einer anderen Höhe. Und als künftige Besucher sollen sie sich im Museum bestens zurechtfinden.

Angemeldet haben sich bisher 25 Kinder, am Montag haben bereits sechs teilgenommen, am Dienstag kam nur eines, Oriol Alvarez, ein Drittklässler aus Aarau. Annette Rutsch meinte, dass die Ergebnisse nicht repräsentativ sein müssen. «Eine gute Idee reicht.»

In der Remise auf dem Schlossplatz geht es los: An den Wänden hängen Zeichnungen mit verschiedenen Pfeilen. Krumme und gerade, abgerundete und eckige. Mit Liebe gemalt, aber wohl kaum geeignet in der Realität. Es gehe darum, die Kinder zuerst an das Thema heranzuführen, sagt Rutsch.

Instinktiv in das richtige Zimmer

Auf einem Tisch steht ein Modell des Museums. Nevena Torboski, eine Architekturvermittlerin, hebt das Dach des Modells und zeigt Oriol, wie die Räume auf den verschiedenen Stockwerken aussehen. Danach geht es auf die Baustelle. Annette Rutsch nimmt Oriol an die Hand. Es wird gebohrt und gehämmert, von der Decke hängen orangefarbene Kabel herunter. Oriol soll selber entscheiden, in welche Räume er möchte. Zaghaft führt er die Gruppe in einen niedrigen Raum. Hier entstehe das Zimmer, wo künftig die Spielsachen ausgestellt würden, sagt Nevena Torboski. Oriol hat instinktiv den für ihn spannendsten Raum angesteuert. Ab und an fragt Torboski, wo es eine Beschriftung brauche. Oriol gibt gern Auskunft. Am Freitag werden die Ergebnisse den Grafikern übergeben. Wer noch teilnehmen möchte, jeweils um 14 Uhr ist Besammlung.

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