Oberentfelden

Neues Quartier wird endlich Realität

Die 19 Mehrfamilienhäuser sollen in einer parkähnlichen Umgebung mit asphaltierten Wegen zu stehen kommen.

Die 19 Mehrfamilienhäuser sollen in einer parkähnlichen Umgebung mit asphaltierten Wegen zu stehen kommen.

Nach mehrjähriger Planung ist in Oberentfelden der Spatenstich für die Grossüberbauung «Im Römerpark» erfolgt.

Vom neuen Quartier, das nordwestlich der Köllikerstrasse entstehen soll, war seit Jahren die Rede. Gestern ist nun mit dem Spatenstich der Startschuss für die Realisierung der Wohnüberbauung «Im Römerpark» erfolgt. Das auf einem 44 000 Quadratmeter grossen Areal im Gebiet zwischen Köllikerstrasse, Birkenweg und Walther-Bürsten-Strasse geplante Projekt umfasst ein Bauvolumen von rund 86 Mio. Franken und besteht aus 19 Gebäuden, die 319 Wohneinheiten und 1100 Kubikmeter Gewerbefläche bieten. Nach Angaben der Steiner AG, die als Totalunternehmerin für die komplette Realisierung des Projekts verantwortlich ist, sollen die etappenweise erfolgenden Bauarbeiten im Januar 2019 abgeschlossen werden. Die Steiner AG mit Hauptsitz in Zürich ist eine der führenden Projektentwicklerinnen und Total- und Generalunternehmerinnen in der Schweiz.

Eigentums- und Mietwohnungen

In die Bauherrschaft teilen sich die Römerpark Immobilien AG und die Logis Suisse AG. Die ursprünglich in Stein AG beheimatete Römerpark AG, die ihren Sitz 2011 nach Unterentfelden verlegte, plant vorerst auf den Baufeldern 1 (Nord) und 3 (Süd) den Bau von 125 Eigentumswohnungen im Minergie-Standard mit 2,5 bis 5,5 Zimmern. Das östliche Baufeld 4, das an die Köllikerstrasse grenzt, befindet sich noch im Entwicklungsstadium.

Auf dem zentralen Baufeld 2 erstellt die Logis Suisse AG mit Sitz in Baden 160 Mietwohnungen mit zweieinhalb-, dreieinhalb- und viereinhalb Zimmern. Ziel der 1973 gegründeten gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft ist es, in der ganzen Deutschschweiz guten Wohnraum zu fairen Preisen anzubieten. Wie ihrer Website zu entnehmen ist, spricht sie mit ihrem Angebot Mieter der mittleren und unteren Einkommensschichten an.

Geplant sind elf Häuser mit fünf Obergeschossen und jeweils identischen Grundrissen. Die übrigen acht Gebäude verteilen sich auf sechs Flachbauten mit zwei bis drei Obergeschossen sowie zwei Längsbauten, die je über vier bis fünf Obergeschosse verfügen. Vorgesehen ist eine parkähnliche Gestaltung des Aussenraums mit ausgedehnten Spiel- und Erholungsflächen, Baumgruppen und Blütensträuchern. Dazwischen winden sich geschwungene asphaltierte Fuss- und Radwege. Den «Römerpark»-Bewohnern sollen dereinst 371 Einstellplätze zur Verfügung stehen. Für Besucher sind oberirdische Parkplätze vorgesehen.

Für die Schule verkraftbar

Was bedeutet diese Überbauung auf dem letzten grossen Feld in der Bauzone für Oberentfelden? – «Nachdem zehn Jahre lang davon geredet und seit fünf Jahren geplant wurde, sind wir nun selber gespannt», sagt dazu Gemeindeschreiber Max Haudenschild. Natürlich hoffe die Gemeinde auf «viele neue und gute Steuerzahler. Die Kreisschule Entfelden hinwiederum halte den zu erwartenden Bevölkerungs- respektive Kinderzuwachs für verkraftbar. Hingegen sind noch diverse Erschliessungen nötig. «Wir müssen noch eine Trafostation bauen», sagt Max Haudenschild. Auch die Wasserleitungen fehlen noch, und die Walther-Bürsten-Strasse muss noch mit dem Birkenweg zusammengeschlossen werden.

Ganz vorne an der Köllikerstrasse sollen in einem Gebäude, das auch als Lärmschutzriegel für die Wohnüberbauung gedacht ist, Gewerbeflächen in der Grössenordnung von 1100 Quadratmetern entstehen. Ideal wäre in Max Haudenschilds Augen, wenn es auch einen Quartierladen mit Bistro gäbe. Ganz so zentral im Dorf gelegen sei das Ganze ja nicht.

Im Dezember 2011, als die Pläne der Lämmli Architektur Aarau, im Saal des Gemeindehauses vorgestellt wurden, gab Dieter Lämmli damals der Hoffnung Ausdruck, dass das Projekt 2012 starten könne. Gut drei Jahre später fand nun der Spatenstich statt. Die Gemeinde habe nur als Bewilligungsbehörde mit dem Projekt zu tun gehabt, sagt Gemeindeschreiber Haudenschild, aber es sei nicht verborgen geblieben, dass sich die Suche nach Investoren nicht ganz so leicht gestaltet habe.

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