Aarau
Neuer Vorwurf: Aarauer Stadtpolizist zwang Kollegen zu obszöner Handlung

Der Aarauer Stadtpolizist, der in Untersuchungshaft ist, soll noch mehr auf dem Kerbholz haben. Er und ein Kollege sollen einen dritten gezwungen haben, einer Kollegin sein Glied zu zeigen.

Drucken
Teilen
Die Stadtpolizei Aarau bleibt wegen ihres Mitarbeiters in Untersuchungshaft in den Schlagzeilen. (Archiv)

Die Stadtpolizei Aarau bleibt wegen ihres Mitarbeiters in Untersuchungshaft in den Schlagzeilen. (Archiv)

André Albrecht

Seit Ende September sitzt der 52-jährige Stadtpolizist in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Er habe seine Frau mit dem Tod bedroht, sie beschimpft und sei gegen sie tätlich geworden.

Wie «Blick» heute berichtet, hat er sich noch mehr zu Schulden kommen lassen. Gemeinsam mit einem Dienstkollegen soll er einen dritten Polizisten zu einer obszönen Handlung gezwungen haben. Die Zeitung beruft sich auf einen «Insider», der sagt: «Die beiden nötigten einen jungen Beamten, sein Glied einer Polizistin zu zeigen. Weil er offenbar einen so grossen Penis hat.» Das Motiv der beiden wird in den Schilderungen des Insiders allerdings nicht greifbar.

Polizist musste Korps verlassen

Gemäss dem Insider kam die Sache ans Licht, der junge Dienstkollege musste das Korps verlassen. Für die beiden Stadtpolizisten, die ihn dazu gezwungen hatten, blieben die Vorkommnisse ohne Folgen. Angeblich, weil der Polizeichef sie geschützt habe.

Daniel Ringier, der Chef der Aarauer Stadtpolizei, möchte sich nicht zum Fall äussern. Er überlasse, wie die Zeitung schreibt, die Kommunikation seinem Stadtpräsidenten Marcel Guignard (64), der Ende Jahr in Pension geht. Dieser geht in seiner schriftlichen Antwort gegenüber «Blick» nicht auf die Vorwürfe ein, dementiert sie aber auch nicht. Vielsagend schreibt er: «Ihre Fragen haben einen direkten Zusammenhang mit der zurzeit laufenden Strafuntersuchung und zielen auf das Vorleben und die Persönlichkeitserfassung des betroffenen Polizeibeamten.»

Aktuelle Nachrichten