Aarau

Neuer Take-away: An der Bahnhofswand wächst bereits das Gemüse

Florian Woitaske und Christine Günther.

Florian Woitaske und Christine Günther.

Das Crowdfunding haben die Betreiber wegen der Corona-Pandemie abgebrochen. Trotzdem soll am 1. Juni der neue Take-away für gesundes Essen am Aarauer Bahnhof eröffnet werden.

Mit viel Elan – und auch Idealismus – haben Florian Woitaske und Christine Günther im März ihr neues Projekt «FloW-Bowl» angekündigt: Am Bahnhof Aarau, wo die Migros vor wenigen Monaten noch ihren Take-away führte, wollen die beiden im Juni ein neues Imbissrestaurant eröffnen – und zwar ein innovatives, das auch den heutigen Ansprüchen von Nachhaltigkeit und bewusst-gesundem Essen entspricht.

Statt «Fast Food» versprich das Duo «Healthy Fast Good», also nicht nur schnelles, sondern auch gesundes und qualitativ gutes Essen. Gegenüber der Migros soll «eine grüne Oase aus Gemüse- und Fruchtpflanzen» entstehen, die den hektischen Alltag am Bahnhof entschleunigt. Und das mit den Pflanzen ist wörtlich zu nehmen: An den Wänden wurden bereits sogenannte «Indoor-Farmen» aufgestellt, an denen bereits das Gemüse oder die Erdbeeren für die gesunden Mahlzeiten und Getränken gedeihen.

Florian Woitaske und Christine Günther stellen ihr Projekt vor

«Wir sind auf Kurs und freuen uns mega», sagt Christine Günther. Dies, obwohl sie ihr Crowdfunding für das neue Take-away wegen der Corona-Pandemie schon früh abbrechen mussten. Jetzt, da so viele Menschen auf Kurzarbeit sind, wäre es nicht korrekt gewesen, nach Spenden zu suchen, sagt sie. Die geplante Eröffnung am 1. Juni bleibt aber anvisiert – coronabedingt einfach ohne Feier. Nur die neue Schiebetüre in Richtung Bahnhofplatz wird erst Ende August oder Anfang September eingebaut werden können. Sitzecke und Terrasse werden aber bereits von Beginn weg gemäss den Schutzbestimmungen zugänglich sein.

Kürbis und Spinat statt Kokosnuss

Das Sortiment wird gerade verfeinert. «Wir sind daran, uns mit regionalen Bauern zu treffen, um unser Speiseangebot noch regionaler auszugestalten», sagt Christine Günther. So will das Duo auch heimische sogenannte «Superfoods» wie Kürbiskerne, Spinat, Randen oder saisonale Beeren anbieten anstelle etwa von tropischen Kokosnüssen. Exoten wie Avocados, Mangos und Passionsfrüchte werden ergänzend integriert. 

Aargauer Gastro-News 2020

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