Küttigen
Neue Solaranlage in der Badi, aber im Herbst bleibt das Wasser oft kalt

Die Gäste der Badi Wührimatt ärgern sich, dass das Wasser in der Nebensaison trotz neuer Solaranlage meistens nicht warm ist. Eine neue Anlage sollte installiert werden. Doch der Gemeinderat verzichtet nun auf diese Massnahme.

Janine Müller
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Das Wasser der Badi Küttigen ist weiterhin nur angenehm, wenn die Sonne genügend wärmt.

Das Wasser der Badi Küttigen ist weiterhin nur angenehm, wenn die Sonne genügend wärmt.

Die Beschwerden der Badigäste veranlassten den Küttiger Gemeinderat dazu, Optimierungsmassnahmen zu prüfen. Im Herbst 2013 sollte eine neue Anlage installiert werden, welche das Wasser aufheizt. Doch nun hat sich der Gemeinderat in einer Sitzung entschlossen, darauf zu verzichten.

«Die Wirkung wäre mit dieser Art von Anlage zu minim gewesen», sagt Gemeindeschreiber Robert Rütimann. Geplant wäre eine Absorberanlage gewesen. Also Platten, die das Badwasser zusätzlich erwärmen. Diese sind aber auf eine intensive und lange Sonneneinstrahlung angewiesen. Bedingungen, wie sie im Hochsommer herrschen.

Kosten- Nutzenrechnung stimmt nicht

Da sich die Badegäste aber hauptsächlich in der Nebensaison über zu kaltes Wasser beklagten, hätte eine solche Absorberanlage nichts gebracht, begründet der Gemeinderat seine Entscheidung in der amtlichen Publikation. In der Nebensaison wäre der Wärmegewinn durch die kalten Nächte wieder verloren gegangen und im Hochsommer wärme sich das Wasser durch die direkte Sonneneinstrahlung bereits genügend auf, heisst es weiter in der Mitteilung. Das Verhältnis der Kosten zum Nutzen würde nicht stimmen.

Reaktionen auf diesen Negativentscheid hatte Rütimann bisher nicht. «Es könnte aber durchaus sein, dass an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch Rückmeldungen kommen», sagt er.

Alternativprojekt noch nicht klar

Die 90 000 Franken, die budgetiert waren, sollen nun für eine Alternative aufgewendet werden. Wie die aussieht, ist bis jetzt noch nicht klar. «Wir warten ab, was mit dem Energiegesetz, welches momentan in der Revision ist, passiert», sagt Bauverwalter Rémy Monney. Man sei auch mit dem Kanton in Kontakt, der bereits Alternativheizungssysteme vorgestellt habe. «Bisher hat uns aber noch nichts überzeugt», sagt Monney. In der nächsten Saison gibt es also noch keine Verbesserung.

Eine gute Neuigkeit gibt es: Das Problem mit dem Wasserverlust, der 10 Prozent des Gesamtvolumens ausmachte und mit kaltem Wasser ersetzt wurde, wurde behoben.

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