Konkret wollen die Motionäre die Mehrwegpflicht für alle bewilligungspflichtigen Veranstaltungen auf öffentlichem Grund mit mehr als 500 Personen. Die Veranstalter sollen ein entsprechendes Abfall- und Entsorgungskonzept einreichen. Demnach dürften in der Regel nur Mehrwegbecher und Depotflaschen benützt werden.

Eine ähnliche Motion war 2016 im Rat abgelehnt worden, weil der Stadtrat argumentiert hatte, es fehle an einer Ausnahmeregelung, um dem Verhältnismässigkeitsprinzip zu genügen. In der vorliegenden Motion ist das nun geregelt. Überdies hat der Einwohnerrat in der Zwischenzeit seine finanziellen Zuwendungen an die Veranstalter des Eidgenössischen Turnfests 2019 an die Bedingung geknüpft, dass Mehrweggeschirr verwendet werde. Dass die Stadt das für andere Anlässe nicht vorschreibt, finden die Motionäre bemerkenswert: «Insbesondere für den Maienzugvorabend oder Anlässe wie Musig i de Altstadt müsste die Stadt selber mit gutem Beispiel vorangehen.» (NRO)