Soll das Gemeindehaus von Unterentfelden neue Fenster erhalten? Solche den heutigen Energie-Anforderungen entsprechen? Darüber entscheiden die Unterentfelder Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung vom 3.Dezember.

Es zieht im Gemeindehaus

Über 100 Jahre alt sind die Fenster des Gemeindehauses Unterentfelden. Sie entsprechen den energetischen Anforderungen längst nicht mehr und müssen dringend ersetzt werden. Gleichzeitig sollen auch die Toiletten im Gemeindehaus renoviert werden.

Der Gemeinderat beantragt dafür bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern einen Kredit von insgesamt 344000 Franken. Bereits an der Zukunftskonferenz 2008 sei Energie und Energiesparen ein zentrales Thema gewesen. Die Energiekommission habe daraufhin eine Energiebuchhaltung der öffentlichen Gebäude vorgenommen. Erwartungsgemäss hätten sich dabei die Fenster des Gemeindehauses als Schwachpunkt erwiesen. «Sie sind zum Teil derart undicht, dass die Angestellten im Winter gegen die Zugluft Windstopper anbringen müssen», schreibt der Gemeinderat in seiner Botschaft an die Stimmbürger. In manchen Büros sowie im Sitzungszimmer dringe ausserdem auch immer wieder Regenwasser ein.

Sämtliche Fenster sollen durch Holz-/Metallfenster ersetzt werden, vorgesehen ist eine Dreifachverglasung. Decken, Wände und Simse sind genauso wenig von der Sanierung betroffen wie die Ausstellmarkisen. Die Toiletten sollen insbesondere rollstuhlgängig gemacht werden.

Planungsverband und Budget

Bei den Satzungsänderungen des Planungsverbandes der Region Aarau will man künftig darauf verzichten, dass Änderungen nur beschlossen werden können, wenn sie von allen Gemeinden einstimmig angenommen werden. Diese Bestimmung würde die meisten Reformen verhindern, schreibt der Unterentfelder Gemeinderat. Wichtige Geschäfte in der Abgeordnetenversammlung oder bei Volksabstimmungen benötigen allerdings ein qualifiziertes Mehr. Nötig ist eine Zweidrittelmehrheit. Der Gemeinderat beantragt, den von der Abgeordnetenversammlung beschlossenen Satzungsänderungen zuzustimmen.

Traktandiert ist auch das Budget 2013. Es schliesst mit einem Aufwandüberschuss von fast 600000 Franken. Er ist auf Mehrbelastungen bei den gebundenen Ausgaben zurückzuführen. Der Gemeinderat belässt den Steuerfuss unverändert auf 103 Prozent.