Aarau
Neue Aarauer Galerie «eg» lockt mit Barbetrieb und Konzerten

Am Ochsengässli in Aarau hat heute der Ausstellungsraum «eg» die erste Vernissage. – Es ist in der Aarauer Kunstszene die dritte Eröffnung einer Galerie innerhalb zweier Wochen.

Sabine Kuster
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Der Spiegel projiziert eine grüne Nische im Ochsengässli in den neuen Ausstellungsraum – die Idee der Künstlerin Nicole A. Wietlisbach. Die Kuratoren: Sara Izzo, Anna Leibbrandt und Patrick Righi (von links). kus

Der Spiegel projiziert eine grüne Nische im Ochsengässli in den neuen Ausstellungsraum – die Idee der Künstlerin Nicole A. Wietlisbach. Die Kuratoren: Sara Izzo, Anna Leibbrandt und Patrick Righi (von links). kus

Ende 2011 zog die Galerie Goldenes Kalb weg von Aarau. Nun scheint Aaraus Kunstszene wieder zu erwachen: Vor zwei Wochen öffneten die Galerie Neva an der Pelzgasse und Erdmann Contemporary an der Schiffländestrasse. Heute Abend folgt die dritte Neueröffnung.

«Eg» nennt sich der Ausstellungsraum und befindet sich im selben Haus wie der Kunstraum Aarau – im Erdgeschoss.

«Eg» ist ein Pilotprojekt, welches sich losgelöst hat, der Kunstraum bezahlt aber die Miete. Die Kuratoren sind Sara Izzo, Anna Leibbrandt und Patrick Righi.

Die Vernissage ist das Wichtigste

Im Pilotjahr sollen hier sage und schreibe zehn Ausstellungen stattfinden. «Die Leute kommen sowieso fast nur an die Vernissage», sagt Sara Izzo, «warum sollen die Ausstellungen dann einen Monat dauern?»

Die Vernissagen wollen sie ausbauen und Konzerte veranstalten. Danach werden die Aarauerinnen und Aarauer mit Drinks angelockt: Jeweils donnerstags und freitags hat die Bar geöffnet.

Jene Künstlerin, die «eg» einweiht, ist die Baslerin Nicole A. Wietlisbach. Sie zeigt Klangböxli mit Polaroidfotos von speziellen Orten und der dazupassenden Musik.

«Die Klangböxli sollen ein Denkanstoss für eigene Erinnerungen sein», sagt Nicole A. Wietlisbach. Einen Baum projiziert sie direkt in die Galerie: Mittels eines Spiegels im Ochsengässli sieht man den Baum vom Inneren des Hauses aus.

Gleichzeitig mit Wietlisbach hat auch Marc Hartmann im Kunstraum Aarau im 1. Stock heute Vernissage.

Was vom Apéro zurückbleiben wird, konserviert Hartmann gleich als Teil seiner Ausstellung, in der es um Kunstmanagement geht: Hartmann hat für die 900 Franken, welche er für die Ausstellung erhält, eine Kulturmanagerin angestellt.

Diese versucht in einer Realityshow, einen neuen Auftrag an Land zu ziehen.

Künstler seien ständig auf der Suche nach Geld und immer auch Manager, erklärt Sara Izzo. Sie müssen ihr Produkt vermarkten – zum Beispiel mit Musik und Apéro.

Vernissage 19 Uhr, Konzert 20 Uhr (Valon Muhadri, Jonas Leuenberger) heute, Ochsengässli 7, Aarau

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