Schule für Gestaltung Aargau
Neu, grossräumig, hell: «Stolz auf das schönste Schulhaus in Aarau»

Die Schule für Gestaltung Aargau hat am Dienstag ihre Türen offen. Die allererste Klasse des Vorkurses ist in das neue Schulhaus eingezogen. Die grossen und hellen Atelierräume gefallen – vor allem den jungen Kunstschaffenden.

Melanie Su
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Die renovierte Schule für Gestaltung Aargau kommt bei allen gut an
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Lehrkraft Audrey Fosbrooke hat alle Schüler ganz genau im Blick.
Bunte Beschriftungen führen durch die verschiedenen grosszügigen Räume.
Der neue Haupteingang der Schule geht nun hintenrum.
Die Arbeiten aus der Projektwoche in Lignerolle (VD) sind alle aufgehängt.
Der 15-jährige Vorkürsler Christoph Hunziker: «Ich war vor zwei Jahren einmal im alten Schulgebäude. Das hier ist viel schöner!»
Die Studierenden sind konzentriert bei der Arbeit.
Die neue Schule für Gestaltung Aargau.
Besucher sind interessiert an den hängenden Werken.

Die renovierte Schule für Gestaltung Aargau kommt bei allen gut an

Melanie Su

Der andauernde Lärm der Autowaschanlage nebenan, die improvisierten Räume, eine Laderampe statt eines Pausenplatzes - all das hat ein Ende. Die Schule für Gestaltung ist diesen Sommer umgezogen, ins neu renovierte Gebäude an der Weihermattstrasse in Aarau.

Seit dem Umzug gibt es viele Neuerungen: Eine Dunkelkammer fürs Entwickeln von Fotos, eine eigene kleine Werkstatt für 3D-Arbeiten, einen separaten Computerraum. Das Atelier und die Aula sind grösser, heller und freundlicher.

Mit unterm Dach finden sich neben dem gestalterischen Vorkurs und Propädeutikum auch die Ausbildungen zum Typografen, Techno-Polygrafen und Verpackungstechnologen.

Im Malen versinken

Am Dienstag hat die Schule ihren Tag der offenen Türe und bietet Besuchern Gelegenheit, den jungen Kreativlern über die Schulter zu sehen und die neuen Räumlichkeiten zu bestaunen. «Zum Arbeiten hat es hier super viel Licht, es ist toll!», sagt die 15-jährige Linda Salioske. Sie besucht den Vorkurs und will später Grafikerin werden. «Endlich kann ich das machen, was mir gefällt: Gestalten.»

Auch Audrey Fosbrooke, Lehrkraft im Fach Farbe und Malerei, ist glücklich mit ihrem neuen Arbeitsplatz: «Am tollsten ist die riesige Malwand. Endlos viel Platz um Arbeiten zu produzieren und aufzuhängen.»

Der 21-jährige Tim Lächler, der das Propädeutikum besucht, ist begeistert: «Ich habe hier schon so viel Verschiedenes gelernt. Ich kann den ganzen Tag malen und habe Zeit, völlig in meiner Arbeit zu versinken.»

«Nicht alle erreichen ihre Ziele»

Die Jüngeren wollen nach dem Vorkurs eine Lehre oder Fachklasse besuchen, am gefragtesten sind die Richtungen Grafik und Polydesign 3D. Die älteren Studierenden können nach Abschluss des Propädeutikums beispielsweise an eine Kunsthochschule.

Noch nicht jeder hat konkrete Vorstellungen. Leiter des Vorkurses/Propädeutikums Gregor Lüscher meint aber: «Unsere Aufgabe ist es auch, den Schülern Realitäten aufzuzeigen. Nicht immer können alle Berufswünsche erreicht werden.» Die Konkurrenz ist gross und der Bedarf auf dem Markt eher klein.

Aber Lüscher ist vor allem hochzufrieden: «Unsere Schule ist endlich wieder zusammengeführt und kann die Synergien zwischen den verschiedenen Abteilungen aktiv nutzen. Ich bin stolz, auf das schönste Schulhaus in Aarau und Umgebung.»

Noch sind einige Wände in der Schule kahl, aber bestimmt werden die sich allmählich mit Kunstwerken füllen.