Aarau

Neo-Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker: «Bin gespannt, was beim Stadion geschieht»

Erster Auftritt mit Stadtweibelin Monika Ramseyer: Der neue Aarauer Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker sprach am Montag am Neujahrsempfang im Kultur- und Kongresshaus.

Erster Auftritt mit Stadtweibelin Monika Ramseyer: Der neue Aarauer Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker sprach am Montag am Neujahrsempfang im Kultur- und Kongresshaus.

Der neue Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker erwartet 2018 Entscheide «von grosser Tragweite», wie er an seiner Ansprache am Aarauer Neujahrs-Apéro verlauten liess.

Es war seine erste Rede als Stadtpräsident. In der Nacht auf den 1. Januar hat Hanspeter Hilfiker (52, FDP) in der Kantonshauptstadt die Nachfolge von Jolanda Urech (64, SP) angetreten. Die Erwartungshaltung war gross, als der Neue am Neujahrsabend in Aarau im übervollen Kultur- und Kongresszentrum (KuK) ans Rednerpult trat.

Hilfiker hatte die Aufmerksamkeit auf sicher. Rhetorisch geschickt, wie man das von ihm gewohnt ist, sprach er zehn Minuten lang. Ohne in der Sache viel zu verraten, aber durchaus mit interessanten Zwischentönen.

Hilfiker erklärte etwa zum Fussballstadion: «Wir sind gespannt, was im Mai im Torfeld Süd geschieht und welchen Weg die intensiven und kontroversen Diskussionen der letzten Wochen einschlagen werden.» Das Stadion ist laut Hilfiker wie das Kulturprojekt «Alte Reithalle» oder das Gemeindefusionsprojekt Zukunftsraum «nicht alltäglich und scheint bisherige Grenzen zu überschreiten».

Der neue Stadtpräsident betonte: «Beim Stadion wird es tatsächlich um die Frage gehen, inwiefern Spitzenfussball in Aarau und im Aargau weiterhin möglich sein wird.» Und er fügte unmittelbar danach ganz generell an: «In Aarau stehen also Entscheide von grosser Tragweite an.»

An das Wagnis «Telli» erinnert

Bei den Diskussionen könne ein Blick in die Geschichte helfen. «In Aarau wurden mehr als einmal sehr weitreichende Entscheidungen gefällt», so Hilfiker. «Denken wir an die neue Telli, die in der Euphorie der 60er-Jahre geplant wurde, damals mit vier Wohnzeilen und drei Punkthochhäusern, für gegen 5000 Menschen. Heute ist die Telli unser grösstes Stadtquartier und die weitgehend realisierte Grossüberbauung einer der Gründe für den Wakkerpreis, den wir 2014 erhalten haben.»

Hilfiker schloss mit der Bemerkung: «Mit einer Kombination von Kontinuität, Gelassenheit und konstruktiver Grundhaltung werden wir erfolgreich am Haus unserer Stadt weiterbauen können.»

Der neue Stadtpräsident spielte damit auf das Nachmittagsprogramm der städtischen Neujahrsfeierlichkeiten an. Es stand unter dem Motto «Mis Huus, Dis Huus» und bot den Interessenten die Möglichkeit, dahin zu gehen, wohin sie sonst nicht gehen können.

Die Neujahrskommission hatte unter der Leitung von Stadträtin Angelica Cavegn Leitner (Pro Aarau) zum 19. Mal ein attraktives Programm zusammengestellt. Alles begann am 1. Januar 2000 mit dem Motto «Aarau verleiht Flügel» – geleitet von der damaligen Stadträtin Jolanda Urech.

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