In einer Medienmitteilung spricht die IBAarau von einem «soliden Ergebnis». Im Tagesgeschäft haben die 330 Angestellten des Unternehmens gut gearbeitet. Wegen des milden Winters sank der Stromabsatz um 6 Prozent und der Erdgasabsatz um 5,8 Prozent.

Dennoch konnte das operative Ergebnis mit 9,7 Millionen Franken fast gehalten werden. Unter anderem, weil die Gasbeschaffung wegen kurzfristigeren Verträgen günstiger geworden ist.

2,2 Millionen weniger Gewinn

Weniger gut sieht es bei der Gewinnentwicklung aus. Schon letztes Jahr war der Halbjahresgewinn zurückgegangen: von 9,3 auf 8,6 Millionen Franken. Jetzt liegt er noch bei 6,4 Millionen Franken. Der Grund? Die Turbulenzen an den Finanzmärkten und der Ausfall der Alpiq-Dividende. Das Finanzergebnis war in den ersten sechs Monaten negativ.

Für das ganze Geschäftsjahr 2016 rechnet die IBAarau «nur mit einem kleinen positiven Beitrag der Anlagen zum Reingewinn». Der Jahresgewinn dürfte – ohne Börsen-Crash – 13 bis 14 Millionen Franken erreichen. Also knapp unter dem Vorjahr liegen. 2014 hatte die IBAarau noch 20 Millionen Franken Reingewinn gemacht.

Demnächst Kraftwerk-Entscheid

Weil sich die Baukonjunktur im Raum Aarau etwas abgekühlt hat, erreichte die Sparte Elektroinstallationen die hohe Auslastung des Vorjahres nicht mehr. Aber die Entwicklung ist nicht besorgniserregend.

Das Wasserkraftwerk der IBAarau produzierte im ersten Halbjahr 3,5 Prozent mehr Strom. Es lag damit gemäss Medienmitteilung «deutlich über dem langjährigen Mittel». Der Ausbau des Kraftwerkes ist nach wie vor durch eine Einsprache verschiedener Umweltorganisationen blockiert. Es geht um die Fische. Das Verwaltungsgericht hat laut IBAarau-Direktor Hans-Kaspar Scherrer seinen Entscheid für die Monate Oktober/November in Aussicht gestellt. (uhg)