Von Aarau nach Bern

Nationalrätin Maja Riniker: «Der Start war nicht leicht»

Maja Riniker (FDP) arbeitet jetzt in Bern. (Archivbild)

Maja Riniker (FDP) arbeitet jetzt in Bern. (Archivbild)

Nationalrätin Maja Riniker veranstaltete in Aarau ihren ersten «Apéro Fédéral» und verriet, wie es ihr in Bern gefällt.

Es ist ein knappes Jahr her, seit Maja Riniker (42, FDP) den Sprung von Aarau nach Bern schaffte, seit sie nicht mehr dem Grossen Rat, sondern dem Nationalrat angehört. An einem «Apéro Fédéral» berichtete sie in der Aeschbachhalle über ihre Arbeit unter der Bundeshauskuppel. «Apéro Fédéral»? Etwas Ähnliches hat vor Jahren der damalige Nationalrat Urs Hofmann gemacht . Unter dem Namen «Café Fédéral» – was auch etwas über die Getränke aussagen könnte. Maja Riniker liess sich von den beiden «Pasta del Amore»-Kabarettisten interviewen.

Sie verriet dabei etwa, dass sie «Maja Regula» heisst, vor der Session mit Mails von Lobbyisten überhäuft wird («Ich lese nicht alle»). Der Parlamentsbetrieb sei nicht nur interessant, sondern auch anstrengend: «Die Sessionen sind sehr streng, ich komme jeweils kaputt nach Hause.» Der Start in Bern sei nicht leicht gewesen: «Ich hatte am Anfang etwas eine Krise. Aber jetzt gefällt es mir immer besser.»

Die Parteienfinanzierung war auch Thema

Ein Thema war die Transparenz-Initiative (Parteifinanzierung), über die der Nationalrat im September debattiert hat. «Mein Wahlkampf hat knapp mehr als 100000 Franken gekostet», verriet Maja Riniker. Aber: Es habe ihr niemand 10000 Franken gespendet. «Die meisten Spenden waren zwischen 50 und 500 Franken.» Ein Nationalrat muss in Bern nicht immer an seinem Platz sitzen. «Vor wichtigen Abstimmungen werden wir per SMS in den Saal gerufen», so Maja Riniker. Maja Riniker zeigte ihren Badge, der auch eine Kaffeekarte ist («Aktuell sind 180 Franken drauf»). Und sie verriet: «Ich habe im Bundeshaus einen eignen Kleiderbügel.» Er hat die Nummer 100 – genau wie ihr Pültchen.

Und dann stellten die Moderatoren die Frage nach Bundesratsambitionen. Natürlich sagt Maja Riniker niemals nie. Aber im Moment könne sie sich das nicht vorstellen. «Die Bundesräte tun mir wirklich leid.» Kein Privatleben und extrem viel Arbeit. (uhg)

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