Nationale Schwimmmeisterschaft
Grossanlass in Aarau: Über 500 Nachwuchsschwimmer messen sich in der Badi im Schachen

Von heute Donnerstag bis Sonntag schwimmen Athletinnen und Athleten von 57 Vereinen an den Schweizermeisterschaften im Schachen, organisiert vom SC Aarefisch. Der Grossanlass zieht rund 1000 Gäste nach Aarau. 100 Freiwillige helfen mit.

Fabio Baranzini
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Hunderte Personen schauten zu beim Start der Nachwuchs-Schweizermeisterschaften im Aarauer Schachen.

Hunderte Personen schauten zu beim Start der Nachwuchs-Schweizermeisterschaften im Aarauer Schachen.

Fabio Baranzini

Es war eine kurze Nacht für Rolf Tenger. Am Mittwochabend hat er mit seinem Team bis 23 Uhr gearbeitet und gestern war er bereits um sechs Uhr morgens wieder in der Badi im Aarauer Schachen. Die letzten Detailarbeiten mussten noch ausgeführt werden. Tenger ist verantwortlich für die Logistik an den Nachwuchs Schweizer Meisterschaften im Schwimmen, die vom SC Aarefisch organisiert werden.

«Die drei Aufbau-Tage waren sehr intensiv. Seit die Wettkämpfe laufen, ist es ruhiger und ich kann etwas durchatmen», sagt er kurz nach der Mittagspause. Um seine Aufgabe als Chef Logistik auszuüben, hat Rolf Tenger extra eine Woche Ferien genommen. Er ist einer von über 100 Freiwilligen, die sich an diesem Event engagieren.

Rolf Tenger, Chef Logistik, hat sich eine Woche Ferien genommen, um freiwillig an der Nachwuchs Schweizer Meisterschaft mitzuhelfen.

Rolf Tenger, Chef Logistik, hat sich eine Woche Ferien genommen, um freiwillig an der Nachwuchs Schweizer Meisterschaft mitzuhelfen.

Fabio Baranzini

«Wir konnten alle Helferinnen und Helfer aus dem Umfeld des Vereins gewinnen», sagt OK-Mitglied Dirk Thölking stolz. Für den SC Aarefisch sind diese Meisterschaften ein grosser «Hosenlupf». «Das Budget beträgt 180'000 Franken. Wenn da etwas schief gehen würde, wäre das für den Verein ein Riesenproblem», so Thölking. «Stand jetzt können wir aber sagen: Wir werden trotz den Coronarestriktionen keinen Verlust einfahren.»

Der Schweizer Schwimm-Nachwuchs in Aktion.

Der Schweizer Schwimm-Nachwuchs in Aktion.

Fabio Baranzini

Impressionen von der nationalen Schwimmmeisterschaft in der Badi Schachen in Aarau.

Fabio Baranzini

Wie gross die Nachwuchsmeisterschaften sind, wird klar, wenn man die Badi betritt. Entlang des 50-Meter-Beckens steht auf der einen Seite eine Stehplatztribüne für 350 Zuschauer. Die Tickets sind für alle vier Wettkampftage ausverkauft. Abgetrennt von der Stehplatztribüne ist der Bereich für die Athletinnen, Athleten und Betreuenden, die über einen separaten Eingang aufs Wettkampfgelände gelangen.

Das Team der Zeitmessung nimmt alles sehr genau, so wie es sein muss.

Das Team der Zeitmessung nimmt alles sehr genau, so wie es sein muss.

Fabio Baranzini

In diesem Bereich stehen der Wagen der Zeitmessung, die Kameras und die Regie des Livestreams, sowie das Podest für die Siegerehrung und eine grosse Videowand, auf der die Rennen übertragen werden. Auf der Wiese hinter dem Becken stehen die Zelte der teilnehmenden Vereine – 57 aus der ganzen Schweiz sind es, die mit ihrem Nachwuchs von total 526 Athletinnen und Athleten an den Meisterschaften in Aarau teilnehmen.

Nicht nur die Olympischen Spiele in Tokyo sondern auch die Nachwuchs-Schweizermeisterschaften in Aarau haben ein «Athleten-Dorf».

Nicht nur die Olympischen Spiele in Tokyo sondern auch die Nachwuchs-Schweizermeisterschaften in Aarau haben ein «Athleten-Dorf».

Fabio Baranzini

Sie alle übernachten mit Betreuern und oftmals auch den Eltern in der Region. «Es sind wohl gegen 1000 Übernachtungen pro Wettkampftag, die unsere Meisterschaft in die Region Aarau bringt», rechnet Thölking vor.

Am Ziel angekommen sind die jungen Schwimmerinnen erschöpft, aber glücklich.

Am Ziel angekommen sind die jungen Schwimmerinnen erschöpft, aber glücklich.

Fabio Baranzini

Beste Werbung für Aarau und den SC Aarefisch

Kurz nach sieben Uhr sind gestern die ersten Athleten ins Wasser gesprungen, um sich aufzuwärmen. Dabei herrschte dichtes Gedränge. «Da waren bis zu 30 Schwimmende auf derselben Bahn unterwegs», sagt OK-Mitglied Urs Hochuli. Ab 9 Uhr starteten die ersten Vorläufe, die bis kurz nach 12 Uhr gedauert haben. Zeit für ein erstes Zwischenfazit von Daniel Laube, Chef Sicherheit der Veranstaltung. «Das Sicherheitskonzept wurde von Teilnehmern, Betreuern und Zuschauern sehr gut eingehalten», zeigt sich Laube zufrieden.

Daniel Laube, Chef Sicherheit, an der Absperrung zwischen dem Zuschauer- und dem Wettkampfbereich.

Daniel Laube, Chef Sicherheit, an der Absperrung zwischen dem Zuschauer- und dem Wettkampfbereich.

Fabio Baranzini

Wenige Meter daneben leitet Chef-Schiedsrichterin Véronique Schroeter das Briefing der Richterinnen und Richter. Diese kontrollieren während aller Wettkämpfe, ob das Starprozedere korrekt abläuft, ob die Athletinnen und Athleten die Wenden sauber absolvieren und ob der Schwimmstil den Regeln entspricht. Dieser Pflicht kamen die Richterinnen und Richter auch um 15 Uhr nach, als die ersten Finalläufe der diesjährigen Nachwuchs-Schweizermeisterschaften ausgetragen wurden.

Veronique Schröter, Chef Schiedsrichterin, brieft ihre Richterinnen und Richter.

Veronique Schröter, Chef Schiedsrichterin, brieft ihre Richterinnen und Richter.

Fabio Baranzini

Nicht nur die Teilnehmenden im Becken erbrachten dabei Höchstleistungen, sondern auch die Verantwortlichen des SC Aarefisch. Vereinspräsident Willy Bolliger freut sich:

«Mit diesem Event können wir uns schweizweit als Verein präsentieren, der in der Lage ist, einen solchen Grossanlass zu organisieren.»
Willy Bolliger, Präsident des SC Aarefisch, organisiert den Anlass mit.

Willy Bolliger, Präsident des SC Aarefisch, organisiert den Anlass mit.

Fabio Baranzini