Unter der Devise «Die Polizei zum Anfassen» lud die Kantonspolizei 93 Kinder zu einer Führung durch das Polizeikommando der Kantonspolizei Aargau im Aarauer Telli. 

Die «Nachwuchskräfte» erhielten am Donnerstagvormittag in verschiedenen Posten die Gelegenheit, die Kantonale Notrufzentrale KNZ zu besichtigen, den Kriminaltechnikern bei der Spurensicherung über die Schultern zu schauen oder Polizeiautos hautnah zu erleben. Ein Highlight stellte die Übung im Schiesskeller dar: Die 11 bis 13-jährigen Kinder durften mit Luftdruckpistolen ihre Treffsicherheit testen. «Die echten Dienstwaffen durften die Kinder natürlich nur anschauen», erklärt Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei. 

Der Höhepunkt des Tages war die Hundevorführung: Dabei wurde jeweils ein Schutzhund, ein Personensuchhund sowie ein Betäubungsmittelhund den Kinder vorgestellt und eine simulierte Einsatzsituation aufgezeigt.

Kein Präventionstag

Von Seiten der Fachstelle Jugendkriminalität wurde den «Nachwuchskräften» die Gefahren  von Mobiltelefonen und den sozialen Medien kurz aufgezeigt. Pfister sagt auf Anfrage der AZ: «Dabei wurden vor allem die Gefahren und der Umgang mit Social Media erläutert. Allerdings war das heute kein Präventionstag. Es ging mehr darum aufzuzeigen, was für eine Rolle die Polizei bei diesen Thema spielt.» 

Für alle Kinder, die beim Programm der Kantonalen Verwaltung am Zukunftstag mitmachten, präsentierte sich die Kantonspolizei zudem am Nachmittag mit einem Stand auf dem Areal «Buchenhof» beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Die Kantonspolizei Aargau möchte mit solchen Anlässen bei den Kindern frühzeitig das Interesse am Polizeiberuf wecken.

Die Mühe zahlt sich aus

Der Zukunftstag der Kantonspolizei war nicht öffentlich ausgeschrieben. Er ist den Angehörigen des Polizeikorps vorbehalten, da es intern jeweils mehr als genug interessierte Kinder und Eltern gäbe. «Wir müssen leider jedes Jahr dutzende Anfragen ablehnen und sie auf die Angebote der Stadt oder Regionalpolizei verweisen. Interessierten im Erwachsenenalter bieten wir Info-Abende an, die von jeweils 100-130 Leuten besucht werden», so Pfister. 

Die Kantonspolizei führt schon seit vielen Jahren den Zukunftstag durch. Auf die Frage, ob sich denn der Aufwand lohne, sagt der Mediensprecher: «Bei der Polizei gibt es viele, deren Bruder oder Schwester ebenfalls bei der Polizei arbeitet. Wir haben auch ganze Polizeigenerationen bei uns.»