Aarau
Nachbarin des Opfers: «Er ist mir immer ein wenig unheimlich gewesen»

Nach dem Tötungsdelikt an einer 81-Jährigen im Aarauer Zelgliquartier ist zwar ihr 27-jähriger Enkel verhaftet worden. Über ein mögliches Motiv kann allerdings nur spekuliert werden.

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Das Haus, in dem die Grossmutter mit einem spitzen Gegenstand getötet wurde – die Spurensicherung bei der Arbeit.

Das Haus, in dem die Grossmutter mit einem spitzen Gegenstand getötet wurde – die Spurensicherung bei der Arbeit.

Tele M1

Nachbarn haben den Enkel des Opfers als Aussenseiter beschrieben, der oft gemobbt wurde. Er habe psychische Probleme gehabt, sei in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung gewesen. Auch die Staatsanwaltschaft geht aufgrund ersten Erkenntnissen von psychischen Problemen aus.

Wie sich das im persönlichen Gespräch ausdrückt, kann Antonia Eng erzählen, die Nachbarin der ermordeten 81-Jährigen. Sie hatte einen Schlüssel für deren Haus und hat auch mit dem Enkel, der unter Verdacht steht und verhaftet worden ist, mehrmals gesprochen.

Als sie vom Tötungsdelikt erfuhr, hatte sie eine Vorahnung. «Ich habe gleich an den Enkel gedacht», sagt sie gegenüber Tele M1. Sie begründet das damit, dass «er ein bisschen ein Merkwürdiger war». Er habe freundlich, aber auch verschlossen sein können. «Dann hat er auf den Boden geschaut», sagt sie weiter vor der Kamera. Bevor sie weiterfährt, zögert sie einen Moment, die Augen wenden sich ganz kurz nach links ab, dann sagt sie: «Er ist mir immer ein wenig unheimlich gewesen.»

Wieso der junge Schweizer seine Grossmutter getötet haben soll, das weiss auch sie nicht. Seine Grossmutter sei sehr an ihm gehangen. Die beiden hätten ein gutes Verhältnis gehabt. (pz)