Aarau

Nach Volks-Ja zu Strassen: Unnötiges Kapitel ist nun endlich sauber abgeschlossen

Verbindungsspange: Hier wird die neue Strasse entlang der Geleise gebaut.

Verbindungsspange: Hier wird die neue Strasse entlang der Geleise gebaut.

Man könnte den Weg zu zwei Strassenbauvorhaben so beschreiben: Aarau versuchte, die Autobahn zu nehmen und wurde von einem Bürger auf Feldwege umgeleitet. Die bessere Variante wäre die Hauptstrasse gewesen. Diese hätte direkt zur Urne geführt.

Kommentar von Sabine Kuster:

So oder so: Jetzt ist Aarau am Ziel angekommen. Der Stadtrat kann seinen «Lehrblätz» weglegen. Die Stimmbürger haben mit ihrem Ja zu beiden Krediten einen Schlussstrich unter die Diskussion über das Demokratieverständnis im Aarauer Rathaus gezogen.

Weil Stadt- und Einwohnerrat im Januar beschlossen hatten, die Abstimmungen doch noch nachzuholen, ist der Tisch jetzt sauber. Der Stadtrat sagte damals, es würde «als befremdend erscheinen», die Abstimmung nicht nachzuholen, oder könnte sogar dem Grundsatz von Treu und Glauben widersprechen. So hat der neu zusammengesetzte Stadtrat den holprigen Feldweg ohne blaue Flecken überstanden.

Der berüchtigte Aarauer Beschwerdeführer übrigens auch: Er hat es geschafft, im ganzen Verfahren nie einen roten Rappen zu bezahlen. Er ist nicht der einzige kritische Bürger in Aarau. Deshalb wird es in Aarau auch künftig schwierig, Grossprojekte via Autobahn ans Ziel zu bringen. Das Stadionprojekt ist korrekt auf einer Hauptstrasse unterwegs - einer endlos langen allerdings.

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