Buchs

Nach Tod eines Velofahrers – Kredit für Neugestaltung der Kreuzung schon im Juni bewilligt

Das Velo kam die Bühlstrasse herunter und prallte hier in die Seite des Autos.

Das Velo kam die Bühlstrasse herunter und prallte hier in die Seite des Autos.

Die Kreuzung, an der vorgestern ein 46-jähriger Velofahrer starb, wird umgebaut. Bereits im Juni hat der Gemeinderat einen Kredit für die Sanierung der Bachstrasse abgeholt, welcher auch eine Neugestaltung des Verkehrsknoten umfassen soll.

Am Montagmorgen ist in Buchs ein Velofahrer (46) mit einem Auto kollidiert und an seinen schweren Verletzungen verstorben. Der Unfall ereignete sich kurz nach 9 Uhr bei der Kreuzung vor dem Restaurant «Burestube» in der 30er-Zone. Der vortrittsberechtigte Velofahrer kam auf der abschüssigen Bühlstrasse angefahren, als vor ihm der 66-jährige Autofahrer langsam von der Oberdorf- in die Bachstrasse abbog. Der Velofahrer prallte in die Seite des abbiegenden Autos. Seine inneren Verletzungen waren so gravierend, dass er am Mittag im Kantonsspital Aarau verstarb.

Der genaue Unfallhergang ist laut Kantonspolizei noch unklar; die «aufgrund des Sonnenstandes schwierigen Lichtverhältnisse» könnten eine Rolle gespielt haben. Eine Untersuchung wurde eröffnet.

Sechs Unfälle in 10 Jahren

Traurig: Genau solche Unfälle wollte der Gemeinderat vermeiden. Er hat im Juni beim Einwohnerrat erfolgreich einen Kredit für die Sanierung der Bachstrasse abgeholt, welcher auch eine Neugestaltung des Knotens Bachstrasse/Oberdorfstrasse/Bühlstrasse umfassen soll.

Das Baugesuch wird derzeit vorbereitet und liegt später öffentlich auf; ebenso wie die notwendige Anpassung der Signalisation. «Am Knoten Bachstrasse/Oberdorfstrasse/Bühlstras-
se haben sich in den letzten Jahren mehrfach Verkehrsunfälle ereignet», schrieb der Gemeinderat in der Einwohnerratsbotschaft. Sechs in zehn Jahren seien es gewesen, präzisierte Ammann Urs Affolter an der Ratssitzung.

Überfahrbarer Mini-Kreisel

Hauptgrund sei «die Unübersichtlichkeit des weiträumigen Kreuzungsbereichs mit teilweise zu hoher Geschwindigkeit der Fahrzeuge aus Richtung Bühlstrasse», hiess es weiter in der Ratsbotschaft. Affolter: «Die Verkehrsfläche ist heute zu gross und zu wenig gefasst.» Sie werde durch die Neugestaltung verkleinert und klarer geführt. Konkret geplant ist ein überfahrbarer Mini-Kreisel. Dieser führe dazu, dass achtsamer gefahren werde, so Affolter im Juni.

Der Mini-Kreisel war im Rat nicht unumstritten. Es tauchte auch die Frage auf, ob man nicht eine Begegnungszone mit Tempo 20 schaffen könnte. Das sei an dieser Stelle nicht möglich, hiess es vonseiten der Gemeinde.

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