Zertifizierung

Nach langer Anlaufzeit ist Buchs jetzt auch eine «Energiestadt»

Gemeinderat Walter Wyler, Einwohnerrat und Energiestadt-Motionär Beat Spiess sowie Ammann Urs Affolter (v.l.) nehmen das Energiestadt-Label von Regierungsrat Stephan Attiger entgegen.

Gemeinderat Walter Wyler, Einwohnerrat und Energiestadt-Motionär Beat Spiess sowie Ammann Urs Affolter (v.l.) nehmen das Energiestadt-Label von Regierungsrat Stephan Attiger entgegen.

Schweizweit haben bereits über 400 Gemeinden das Energie-Label. Jetzt gehört auch Buchs dazu. Man wolle damit «ein Statement abgeben», sagt Gemeindeammann Urs Affolter.

Eine so lange Anlaufzeit wie Buchs hatte wohl noch keine Gemeinde, die sich um das Label «Energiestadt» beworben hat. Die vom Trägerverein Energiestadt vergebene Auszeichnung signalisiert, dass sich die Gemeinde kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz und erneuerbare Energien sowie umweltverträgliche Mobilität einsetzt.

Das Label gibt es seit 1992, und relativ bald nach der Einführung fasste es Buchs ins Auge. Aber da mit der Gründung der Kreisschule Buchs-Rohr per 2002 alle Schulliegenschaften in die Zuständigkeit der Kreisschule fielen, konnte die Gemeinde über energetische Massnahmen an einem Grossteil der öffentlichen Gebäude nicht mehr selber bestimmen, weshalb das Projekt «Energiestadt» für über zehn Jahre auf Eis gelegt wurde.

Label ist auch eine Verpflichtung

Nachdem aber nach der Kreisschulfusion Aarau-­Buchs wieder die Kommunen für die Schulgebäude zuständig sind, initiierte FDP-Einwohnerrat Beat Spiess den Prozess mit einer Motion erneut – mit Erfolg. Unter anderem dank der Umsetzung von Tempo-30-Zonen auf drei Vierteln der Quartierstrassen, dem neuen Parkierungs­reglement, der neuen LED-­Strassenbeleuchtungen, dem im Bau befindlichen Minergie-­Schulhaus Risiacher samt Solaranlage und dem Ausbau des Eniwa- Fernwärmenetzes.

Am Dienstag konnte Gemeindeammann Urs Affolter die Auszeichnung von Regierungsrat Stephan Attiger und Energiestadt-Botschafter Reto Lindegger entgegennehmen. «Wir freuen uns, dass wir damit ein Statement gegen aussen abgeben können», sagte Affolter, der betonte, das Label sei «auch eine Verpflichtung».

«Wirtschaft wie Gesellschaft ein Zeichen ­geben»

Nebst dem Ausbau von erneuerbaren Energien stehe in Buchs die Sensibilisierung von Bevölkerung, Bauherren und Firmen im Vordergrund. Auch Regierungsrat Stephan Attiger strich die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand in der Energie- und Klimapolitik heraus: Bund, Kantone und Gemeinden müssten «vorausgehen und Wirtschaft wie Gesellschaft ein Zeichen ­geben».

In der Region haben bereits Aarau, Suhr, Küttigen, Erlinsbach, Lenzburg und Unterkulm das Label «Energiestadt». Schweizweit sind es über 400 Gemeinden. 

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